Praktikum im 1. Semester – das hat doch gar keinen Sinn?!

Was hast du bis jetzt schon großartig gelernt? Diese oder ähnliche Fragen wurden mir zur Genüge gestellt. Viele wollten mir davon abraten, ein Praktikum im ersten Semester zu absolvieren: „Du kannst doch noch fast gar nichts, das wird dir alles gar nichts nutzen.“

Trotzdem entschied ich mich für ein vierwöchiges Praktikum in einer Dortmunder PR-Agentur und war mehr als positiv überrascht. Vom ersten Tag an wurde ich an die Hand genommen und schrittweise in den Agenturalltag eingeführt. Schnell wurde klar, dass ich doch schon so einiges konnte und gut im Arbeitsleben klar kam. PR lebt davon, sich in Themen einzulesen, Recherchen anzulegen und anschließend Texte zu schreiben. Was ich nicht in Vorlesungen gelernt hatte, eignete ich mir durch Üben an – Learning by doing!

Von Presseaussendungen und Erstellen von Kunden-Verteilern über die Mediadaten-Recherche und das Verfassen kurzer Artikel bis hin zu telefonischem Kundenkontakt und eigenen Ideen zu größeren Projekten habe ich alles durchlaufen.

Je weiter das Praktikum fortgeschritten war, desto mehr Routine und Struktur hatte ich verinnerlicht. Durch die praktischen Erfahrungen machte das in den Vorlesungen erlernte Wissen plötzlich viel mehr Sinn. Ohne groß nachzudenken, wurden mir Inhalte klarer, nachdem ich sie einmal praktisch angewendet hatte.

Vielleicht konnte ich als „Küken“ nicht alle Aufgaben auf Anhieb meistern, aber durch Übung und Schreibpraxis konnte ich sehr viel für das zukünftige Studium im B.A. Communications & Marketing mitnehmen.
Mein Fazit: Wer offen und aktiv in ein Praktikum einsteigt und auf engagierte Mitarbeiter trifft, dem ist auch ein Praktikum im ersten Semester sehr zu empfehlen.

Autor: Hannah Dierkes