Acomodeo

Mittendrin statt nur dabei – Praktikum in einem Start-up

Die ersten Schritte mitverfolgen und ein junges Unternehmen vorantreiben – in ihrem Praktikum bei dem Start-up Acomodeo konnte ISM-Alumna Sonja Farack viele Einblicke in die Welt der Unternehmensgründung bekommen. Im Interview erzählt sie, wie der Arbeitsalltag in einem Start-up aussieht und erklärt, warum es sich lohnt, dort ein Praktikum zu machen.


Steckbrief
Name:
Acomodeo

Gründung: März 2015
Gründer & Geschäftsführer Eric-Jan Krausch und David Wohde
Sitz: Frankfurt/Main
Mitarbeiter: Sieben


Warum hast du dich für ein Praktikum bei einem Start-up entschieden?
Nach meinem Tourismus & Event Management Studium an der ISM Hamburg habe ich für meinen Master die Hochschule gewechselt. Im Rahmen meines Pflichtpraktikums wollte ich unbedingt in einem Start-up arbeiten, um einen Einblick in die Welt der Unternehmensgründung zu bekommen.

Was ist Acomodeo?
Acomodeo ist die erste Vermittlungsplattform, die das globale Angebot von Serviced Apartments zusammenführt, klassifiziert und direkt buchbar macht – so einfach wie man es von Hotels kennt.
Seit mehr als 15 Jahren wächst der Markt für professionell geführte Serviced Apartments kontinuierlich. Weltweit gibt es bereits mehr als 800.000 solcher Einrichtungen, die sich durch ihre Ausstattung, zum Beispiel durch eine eigene Küche oder ein separates Wohnzimmer, besonders für Langzeitaufenthalte eignen. Momentan hinkt die Branche der Digitalisierung hinterher, was die Hotellerie schon erfolgreich gemeistert hat. Ein intransparenter, langandauernder Such- und Buchungsprozess machte das Produkt für Reisende unattraktiv und ließ sich schwer mit den gewohnten Qualitätsstandards von Online-Buchungsplattformen vereinen.
Acomodeo steht nun vor der Herausforderung, sowohl sich selbst als Buchungsplattform, als auch die generellen Vorteile des Produkts Serviced Apartments im Markt bekannter zu machen und sowohl Geschäfts- als auch Urlaubsreisenden eine echte Alternative zu bieten.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Jeden Morgen um zehn Uhr haben wir ein Stand-up-Meeting. Hier hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, seinen aktuellen Stand mitzuteilen und Fragen zu klären. Alle zwei Wochen gibt es ein sogenanntes Sprint Meeting, in welchem die Ziele für die einzelnen Abteilungen festgelegt werden. Ein gemeinsames Mittagessen ist eigentlich Standard und ab und an darf das obligatorische Feierabendbier natürlich auch nicht fehlen. Letztendlich kann sich jeder Mitarbeiter seine Stunden selbst einteilen – solange die Arbeit erledigt wird!

Was sind deine Aufgaben?
Bei Acomodeo bin ich im Bereich Sales zuständig. Da wir ein sehr junges Unternehmen sind, was noch in den Startlöchern steht, war meine Hauptaufgabe, für uns passenden Branchen ausfindig zu machen und per Telefon zu kontaktieren. Klassische Kaltakquise eben. Die Kunst ist es dabei, einem Kunden ein Produkt zu verkaufen, welches noch gar nicht auf dem Markt ist beziehungsweise live gegangen ist. Diese Kontakte müssen auch nachgefasst und gepflegt werden, was viel Zeit in Anspruch nimmt.

Was gefällt dir besonders?
Das junge und sehr dynamische Team, die Anerkennung als vollwertiges Mitglied, die Möglichkeit eigene Ideen einzubringen und das respektvolle Miteinander.

Was ist für dich die größte Herausforderung?
Kaltakquise an sich ist schon keine leichte Sache. Dem Kunden jedoch ein noch nicht live gegangene Webseite zu verkaufen, ist eine wahre Herausforderung.

Was ist der größte Unterschied zum Arbeiten in einem Unternehmen?
Die kurzen Kommunikationswege und die schnelle Entwicklung eines noch so jungen Unternehmens ist für mich der größte Unterschied. Zudem hat man selbst viel mehr Möglichkeiten sich zu entwickeln und jeglichen Freiraum, um eigene Ideen einzubringen.

Kannst du ISM-Studierenden ein Praktikum in einem Start-up empfehlen?
Ja, definitiv. Durch ein Praktikum kann jeder Student für sich entscheiden, ob er sich in diesem Umfeld wohlfühlt. Ich persönlich könnte mir den Berufseinstieg in einem Start-up nun sehr gut vorstellen.

Interview: Christina Noll