Feuer und Flamme für die Olympischen Spiele 2024

ISM-Studenten aus Hamburg für Olympia

In wenigen Tagen stimmen die Hamburger Bürger über die Olympia-Bewerbung ihrer Stadt ab. Das Referendum ist auch bei den ISM-Studierenden ein Thema. Im Interview erklärt Konstantin Lebens von der Studentenvertretung vom Campus Hamburg, warum er Feuer und Flamme für die Olympischen Sommerspiele 2024 ist.

Konstantin, warum unterstützt du die Spiele in Hamburg?
Als gebürtiger Hamburger bin ich mit dieser Stadt sehr verbunden. Die Olympischen Spiele haben eine weltweite Anziehungskraft. Kulturen und Sportler aus aller Welt treffen aufeinander und die Ausrichterstadt verwandelt sich für drei Wochen in das Zentrum der Welt. Hamburg ist bekanntlich Deutschlands Tor zur Welt und eine selbst ernannte weltoffene Stadt. Um diesen Ruf gerecht zu werden, sollte Hamburg diese einzigartige Chance nutzen.

Hast du keine Bedenken?
Wenn die olympische Flamme erlischt, werden neue Wohnungen und ein verbesserter Nahverkehr bleiben. Klar werden hohe Kosten entstehen und es ist wichtig, dass eine genaue Kostenprognose vorhanden ist. Aber ich denke, dass Deutschland im Allgemeinen und Hamburg im Speziellen ein großartiger Ort ist, um die Spiele auszutragen. Wir laufen sonst Gefahr, dass Staaten mit zweifelhaftem demokratischem System die Spiele austragen und diese als Propagandaveranstaltung für das eigene System nutzen. Eine Stadt wie Hamburg wird sich mit oder ohne Olympia verändern, deshalb sollten wir diese Gelegenheit zulassen.

Warum sollten deine Hamburger Kommilitonen am 29. November am Referendum teilnehmen?
Egal, ob sie dafür oder dagegen sind, sollten sie ihren Teil zu unserer Demokratie beitragen und unbedingt von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Warum sollte man für JA stimmen?
Ein objektiver Meinungsaustausch ist natürlich sehr wichtig und die negativen Aspekte sollten auf jeden Fall gut beleuchtet werden. Aber Olympia ist eine einzigartige Gelegenheit für Hamburg. Hamburg sollte wenigstens die Chance bekommen im Entscheidungsprozess 2017 in Peru teilzunehmen, um zu sehen, wie wir uns im internationalen Vergleich schlagen. Wir gehören wirtschaftlich zu den stärksten Städten Europas, haben mit der Speicherstadt ein UNESCO Weltkulturerbe und sind mit 1,7 Millionen Menschen die größte Stadt der Europäischen Union, die nicht Hauptstadt eines Landes ist. Hamburg wird als Ausrichter der Olympischen Spiele mehr als nur nationales Prestige erlangen.

Interview: Christina Noll