Studieren in Shanghai – Mehr als nur Chop Suey

Der Wecker klingelt. Verschlafen reibt sich Jackie die Augen. Müde vom Abend zuvor, den er mit seinen neuen Freunden aus aller Welt verbrachte. Während er seinen Kaffee kocht, hört er die chinesischen Nachrichten, die ihn wie eine angenehme Melodie jeden Morgen begleiten.

Jackie verbringt sein viertes Semester an der ISM Partnerhochschule „Shanghai University“.  Auf dem Weg zu seinen Vorlesungen, schnappt er sich noch schnell ein Baozi, sein Frühstück für umgerechnet 50 Cent.
Jackies Hotel liegt direkt neben dem Campus YanChang. Anfangs lebte er noch in einem Doppelzimmer mit seinem koreanischen Mitbewohner, der weder Chinesisch noch Englisch konnte. Kommunikation mit ihm war schwierig, aber auch doch lustig. Als das Studentenwohnheim wegen Renovierungen kurzfristig schließen musste, zog Jackie ins Hotel. In China wird Organisation nicht so wichtig genommen wie in Deutschland. Oft muss sich der Deutsche mit Händen und Füßen verständigen.

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Jackie lächelt, als er sich an die chaotischen, ersten Wochen zurück erinnert. Das Studentenheim war groß und überfüllt. Dort lernte er auch seine neuen Freunde kennen – hauptsächlich aus Mexiko und Spanien. Mit ihnen kann er auch seine, bei der ISM zuvor gelernten, Spanischkenntnisse unter Beweis stellen.

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Bevor die Dozentin den Raum betritt, grüßt er noch schnell seine Kommilitonen im Kurs. Überraschenderweise sind es zum großen Teil Deutsche. Noch heute muss er schmunzeln, wenn die Professoren auf „Chinglisch“ unterrichten. Am Anfang konnte er sie teilweise nur schwer verstehen. So macht die Dozentin aus „Internet“ ein „Internight“.

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Zur Mittagszeit macht sich Jackie mit seinen Kommilitonen auf den Weg zur Mensa. Mehrere hundert Studenten tummeln sich und warten auf ihr Mittagessen. Hier merken die Austauschstudenten schnell, dass die chinesische Küche ganz anders ist als die zuhause, aber auch mehr bietet als gebratenen Reis und Chop Suey. Anfänglich vermissten sie noch die frisch duftenden Brötchen oder den zart schmelzenden Käse, aber nun haben sie alle die chinesischen Spezialitäten kennen und lieben gelernt.

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Jackie erkundet gerne die Stadt, die niemals schläft, und die Menschen, die immer lächeln. Vor allem jetzt, wo der Frühling angekommen ist. Sehr witzig findet er aber die Frauen, die sich mit Regenschirmen vor der Sonne schützen. Hier gilt: Je blasser, desto schöner.

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Shanghai ist berühmt für seine Hochhäuser, die wie Riesen über den Köpfen der beschäftigt strömenden Menschenmasse ragen. Jackie fühlt sich zugleich geborgen und auch verloren in der Anonymität der 20-Millionen-Metropole.

 

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Wenn er durch die dicht befüllten Straßen Shanghais schlendert, so vermisst er oft Dortmund und  die frische Luft in Deutschland. Dann schüttelt er den Kopf und sagt sich: „Hey! Es wird nicht geschmollt !“. Jackie grinst wieder: „Es ist doch ein Abenteuer!“

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Text und Zeichnungen: Chenxi Wang