Ein Leben zwischen Tag und Nacht – Ein Student der ISM Frankfurt lebt zwischen DJ-Pult und Bibliothek

Neben seinem Bachelor-Studium an der ISM Frankfurt legt Colin Hembus (24)  in den Clubs von Frankfurt und Umgebung auf. Dabei verfolgt er seine Leidenschaft, auch wenn es schwierig ist, das Leben zwischen DJ und Student zeitlich zu koordinieren.

 

DJ_1Als er 2012 sein Bachelor-Studium an der ISM begann und dafür nach Frankfurt zog, hatte er erst vor Kurzem mit dem Auflegen angefangen. Nach ein paar ersten Bookings in Clubs traf er zufällig einen der großen Frankfurter DJs und sein Potenzial und seine Leidenschaft wurden schnell erkannt.  „Ich hatte Glück ihn kennenzulernen“, erklärt Colin Hembus. „Er hat mich daraufhin in einigen Clubs vorgeschlagen, in denen ich dann auch auflegen konnte. Aus dieser Bekanntschaft ist mittlerweile eine enge Freundschaft geworden. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, mich schneller zu entwickeln, neue Erfahrungen zu sammeln und interessante Menschen aus dem Business kennenzulernen.“

Doch dies mit den Verpflichtungen des Studiums zu vereinbaren, kann sich auch kompliziert gestalten. „Oft bin ich die halbe Woche unterwegs“, erklärt er, „von Donnerstag bis Sonntag ist in den Clubs Hochbetrieb. Gegen 22 Uhr gehe ich zum Aufbau hin, dabei bin ich meist erst gegen 6 Uhr morgens wieder Zuhause. Unter der Woche muss ich dann früh aufstehen um die Vorlesungen zu besuchen und zu lernen. Gerade zu Beginn ist das für den Biorhythmus  eine große Belastung.“
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Die Kontakte, die er in seinen Jahren als DJ gesammelt hat, könnten sich jedoch für die Zukunft als sehr nützlich erweisen. Dieses Jahr wird er seinen Bachelor absolvieren und möchte auch danach in der Musikbranche tätig bleiben. Bei einem Musikverlag möchte er seine Leidenschaft für Musik und seine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse zusammenführen; ein Praktikum hat er dort schon absolviert.

Es ist ein großer Vorteil für mich, dass ich sowohl die Künstlerseite als auch den Business-Aspekt kenne, so Colin Hembus.

Auf seinen Beruf als DJ wird er jedoch auch nach dem Studium nicht verzichten, dazu ist die Freude und das Adrenalin, welches er während der Auftritte hat, zu groß.  „Auch für einen Musikverlag ist es von Interesse, wenn ihre Angestellten am Puls der Zeit sind“, erklärt er, „und auf die Doppelbelastung von Vollzeit Job und DJ fühle ich mich vorbereitet.“

 

Autor: Garance Lauer