„ISM for Africa“ – 150 Euro für ein Schuljahr im Kongo

Zu Beginn meines ersten Semesters hatte ich die Möglichkeit, unterschiedlichen studentischen Arbeitskreisen beizutreten. Meine Entscheidung fiel auf den AK Afrika. Wir sammeln Geld für das Projekt „ISM for Africa“, das Kindern der Demokratischen Republik Kongo zu Gute kommt und ihnen eine Möglichkeit auf Bildung verschafft. „ISM for Africa“ unterstützt eine auf dem Land gelegene Privatschule, die nach europäischen Standards unterrichtet und nicht nur für die Weiterbildung der Kinder, sondern auch für deren Gesundheit und Allgemeinwohl zu sorgen versucht. Um Euch die Hintergründe zum Projekt näher zu bringen, habe ich Gründer Payam Imani interviewt. Er hat mir erzählt, wie „ISM for Africa“ entstanden ist und was damit bisher erreicht wurde.

ISM-for-Africa2Payam, wie hast du dieses Projekt für dich entdeckt?
2009 hat die CoCongoFoundation, eine Non Profit Organisation (NGO) mit Sitz in Oxford, die L’Ecole Nakjavani auf einer Farm in der Demokratischen Republik Kongo gegründet. 2014 habe ich im Rahmen eines dreimonatigen Praktikums auf der Farm gelebt und gearbeitet und bin so auf die Schule aufmerksam geworden. Die Farm liegt rund 80 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt und bietet Kindern, die nicht in Städten, sondern in kleinen abgelegenen Dörfern leben, eine Chance auf eine schulische Ausbildung.

Während meines Aufenthaltes habe ich viel Zeit mit den Kindern der Schule verbracht, Fußball gespielt, miterlebt, wie sie das ABC gelernt und ihre Eltern unglaublich stolz gemacht haben. Leider habe ich auch immer wieder mitbekommen, wie Kinder die Schule verlassen mussten, weil die Eltern sich die Gebühren nicht länger leisten konnten. Erfahrungen wie diese haben einen so tiefen Eindruck auf mich hinterlassen, dass ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland unbedingt Farm und Schule weiter unterstützen wollte.

Wie unterstützt der Arbeitskreis „ISM for Africa“ die Schule im Kongo und was wurde bis her damit erreicht?
Um einem kongolesischen Kind eine schulische Ausbildung in der L’Ecole Nakhjavani zu ermöglichen, müssen die Eltern monatlich 15 Euro zahlen, also für das komplette Schuljahr ca. 150 Euro. Ein Betrag, der für die meisten Eltern nur schwer zu stemmen ist.
Wir fördern das Projekt finanziell von fast allen ISM-Standorten indem wir Kuchen-, Crêpe-, oder Hotdog Verkäufe organisieren. Die daraus gewonnenen Einkünfte kommen zu 100 Prozent den Kindern und der L’Ecole Nakhjavani zu Gute.

Allein durch eine Crowdfunding Aktion konnten wir schon 1.500 Euro an Spenden sammeln. Zudem planen wir immer wieder Aktionen bei denen es darum geht, Direktspenden zu bekommen oder auch einfach nur, um auf das Projekt aufmerksam zu machen. Durch unsere verschiedenen Aktionen haben wir bisher rund 5.000 Euro eingenommen. Die ganze Spendensumme ging ohne Abgaben an die Schule, die mit dem Geld neue oder bereits angemeldete Schüler finanziert und unterstützt. Außerdem wird ein Teil der Spenden auch  für Lehrerfortbildungen oder notwendiges Lehrmaterial verwendet.

Was ist für die Zukunft noch alles geplant?
Auf unserer Agenda steht weiterhin an erster Stelle: Geld sammeln, Geld sammeln, Geld sammeln! Auch dieses Semester wurden an allen Standorten der ISM erfolgreich die unterschiedlichsten Aktionen gestartet, um mehr Spenden zu generieren und das Interesse auf das Projekt zu lenken. Aktuell sind wir auf dem Weg zur Vereinsgründung, damit unsere Spenden die Schule noch schneller erreichen.

Besucht unsere Facebook-Seite www.facebook.com/ismforafrica/ oder spendet unter http://foundation.gocongo.cd, wenn auch ihr von dem Projekt überzeigt seid.

Interview: Ariana Greiner