Im Scheinwerferlicht: Gitta-Johanna und Gabriel begeistern beim Campus Symposium

Gitta-Johanna Kallwey und Gabriel Knabe haben sich getraut. Gemeinsam führten sie als Moderatoren-Duo rund 1.000 Gästen durch das Campus Symposium in Iserlohn. Zu Gast bei der internationalen Wirtschaftskonferenz, die die ISM erstmals als Hochschulpartner mitveranstaltet, waren unter anderem Hamid Karzai, Gregor Gysi und Jean-Claude Trichet. Hier sprechen die beiden ISM-Studenten über Ihre Motivation, Lampenfieber und Teamgeist.

ls die ISM vor rund fünf Monaten nach einem Moderatoren-Duo für das Campus Symposium gesucht hat, haben Sie spontan JA gesagt. Was hat Sie an dieser Aufgabe begeistert?

Gabriel: Ich konnte mir zunächst keine schlimmere Situation vorstellen, als sich einfach vor ein paar hundert Menschen auf die Bühne zu stellen. Trotzdem war ich von Anfang an von der Herausforderung begeistert, die ein solches Praktikum darstellt. Ich wusste, dass ich an der Aufgabe wachsen würde und dass ich danach keine Probleme mit Präsentationen etc. haben würde. Jetzt, wo ich diese Situation schon einmal überstanden habe, wird jede Präsentation oder jedes Bewerbungsgespräch im Vergleich dazu ein Zuckerschlecken sein.

Zwischen dem Auslandspraktikum und Klausuren haben Sie sich auf das Campus Symposium vorbereitet. Was hat Sie dabei motiviert?

Gitta-Johanna: Der Spagat zwischen Auslandspraktikum, studentischer Tätigkeit in einem anderen Unternehmen, Klausurphase und Campus Symposium war für mich eine Herausforderung, die ich gerne annehmen wollte! Motiviert hat mich – vor allem in der stressigen Lernphase Ende August – die Unterstützung, die ich aus dem gesamten Team erhalten habe! Ich konnte mir vor den Prüfungen einige Tage „frei nehmen“ und hatte so einen klaren Kopf zum Lernen. So habe ich über den Sommer noch mehr gelernt, Prioritäten zu setzen und mich auf meine aktuelle Aufgabe zu konzentrieren. Dabei war das Campus Symposium immer das Highlight am Ende des Sommers, auf das ich hingearbeitet habe!

Sie haben im Laufe des Campus Symposiums viele aufregende Menschen kennengelernt. Aber haben Sie auch etwas über sich selbst erfahren?

Gabriel: Selbstverständlich! Im Backstage-Bereich lernt man einige besondere Persönlichkeiten kennen. Besonders von den Charlie- Award-Preisträgern und ihren sozialen Projekten kann man eine Menge lernen. Außerdem kann man sich selbst in gewissen Bereichen mit ihnen vergleichen: „Setze ich mich für die Ideale und Werte, die ich vertrete, ein oder rede und denke ich nur darüber nach?“ Diejenigen, die wirklich aktiv werden, um diese Welt zu verändern, werden schnell zu Vorbildern für mich. Und neue Vorbilder führen zu neuen Zielen. Wer ich bin, zeigt sich aber nur aus meinen tatsächlichen Taten und ich habe verstanden, dass ich meine Ziele unerlässlich verfolgen und meine Pläne umsetzen möchte. Insofern – denke ich – habe ich eine Menge über mich selbst gelernt.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?

Gitta-Johanna: Meine persönlichen Höhepunkte waren vor allem die vielen einzigartigen Momente, die wir im Team erlebt haben! Das Gefühl, dieses ganze Zelt und Event zusammen auf die Beine gestellt zu haben, ist unvergleichlich! Als ich dann spürte, wie kurz vor der ersten Moderation das gesamte Team, die Volunteers und auch die externen Helfer zu 100 Prozent hinter mir standen, war das ein ganz besonderer Moment!

Aber natürlich war es auch toll, sich einmal mit Menschen wie Lars Lehne, Michael Huber, dem ehemaligen serbischen Präsidenten Boris Tadić und natürlich seiner Exzellenz Hamid Karzai unterhalten zu dürfen! Diese Menschen zu treffen, war für mich sehr beeindruckend!

Wie groß war Ihr Lampenfieber und wie geht man am besten damit um?

Gabriel: Vor der ersten Anmoderation, bevor man das erste Mal auf so einer Bühne steht, ist die Aufregung natürlich am größten. Man hat schließlich keine Ahnung, worauf man sich einlässt. Aber wenn man sich Rituale – beispielsweise Übungen zum Aufwärmen des Sprechapparats – aneignet und sie in solchen Momenten anwendet, kann man seinem Gehirn Sicherheit vorgaukeln. Vor lauter Aufregung habe ich das natürlich total vergessen. In solchen Fällen bediene ich mich dem Augen-zu-und-durch- Prinzip. Spätestens nach den ersten drei Anmoderationen freut man sich darauf, auf der Bühne stehen zu dürfen.

Ich würde Studenten empfehlen, beim Campus Symposium mitzumachen, weil…

Gitta-Johanna:… es eine unglaubliche Erfahrung ist, als Team, in dem Alter, Herkunft und Hintergrund keine Rolle spielen, zusammen etwas so Großes auf die Beine zu stellen!
Das Campus Symposium hat seine ganz eigene Faszination und Dynamik, die jeden in seinen Bann zieht!

Autor: Simone Gebel (ISM), Fotos: Heiko Kleemann