Karriere-Blog, Teil 1: Der erste Schritt – Talente, Stärken, Potenziale und Wünsche definieren

ziko-jovic-foto-1024x1024Im Laufe des Studiums werden die Vorstellungen vom Traumjob meist immer konkreter. Auf dem Weg dorthin wartet aber noch die ein oder andere Hürde: Bewerbung, Assessment Center und ein oder mehrere Vorstellungsgespräche. Wie diese Herausforderungen zu meistern sind, erklärt Unternehmensberater Ziko Jovic auf Initiative des Career Centers in einer mehrteiligen Serie.

Los geht es damit, die eigenen Talente und Stärken zu identifizieren und Wünsche im Hinblick auf den zukünftigen Arbeitgeber zu formulieren.

 

Schritt 1 – Definition des Eigenpotenzials – was bringe ich als Absolvent mit?

Um bei der Wahl des Arbeitgebers richtig zu liegen, rät Karriereexperte Ziko Jovic dazu, im Vorfeld das sogenannte Eigenpotenzial zu ermitteln: Konkret sollten Sie sich mit folgenden Fragen dabei intensiv beschäftigen:

  1. Was kann ich gut? Was kann ich weniger gut? Was würde ich gerne besser können?
  1. Welche Aufgaben erledige ich gerne und warum?
  1. Welche Aufgaben sind mir zuwider und warum?
  1. Was schätzt mein Umfeld an mir und was nicht?
  1. Was sind meine größten Stärken und Schwächen?
  1. Welche besonderen Kompetenzen habe ich? Welche Kompetenzen möchte ich ausbauen?
  1. Wofür wurde ich schon häufiger gelobt?
  1. In welchen Situationen reagiere ich mit positiven Verhaltensweisen?
  1. Aus welchen Situationen sind mir bestimmte Verhaltensweisen bekannt, die ich gerne ändern würde?
  1. Welche persönlichen Eigenschaften stören mich an mir selbst?

 

Schritt 2 – Definition der Rahmenbedingungen und der Zielfirmen – wo will ich als Absolvent hin und was will ich beruflich machen?

Anschließend folgt ein Blick auf das zukünftige Tätigkeitsfeld. Auch hier ist es lohnenswert, sich Gedanken über verschiedene Themen zu machen.

  • Zielbranche

Automobil- oder Versicherungsbranche, Handel oder doch die Bekleidungsindustrie? Wohin auch immer die Reise führen wird – wichtig ist, sich im Vorfeld eine Vorstellung über die Zukunftsperspektiven zu machen. Niemand möchte schließlich nach ein paar Jahren in die Arbeitslosigkeit abrutschen, nur weil es der Branche schlechter geht.

  • Konzern, klassischer Mittelstand oder doch lieber ein StartUp-Unternehmen

Wer in einem großen Konzern arbeiten möchte, sollte Eigenschaften wie Netzwerkfähigkeit, diplomatisches Geschick und eine große Portion Selbstsicherheit mitbringen, um nicht unterzugehen. Dafür locken Gehalt, Auslandseinsätze, interdisziplinäre Projekte, vielfältige Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten.

In mittelständischen Unternehmen sind häufig Macher gefragt, die Entscheidungswege sind kürzer, die Zusammenarbeit konstruktiver und die Gestaltungsfreiräume größer. Auch bieten sich hier durchaus Möglichkeiten, Auslandserfahrungen zu sammeln, in interdisziplinären Projekten zu arbeiten, sowie gute und schnelle Aufstiegsmöglichkeiten.

Bei StartUp-Unternehmen lässt sich beruflich sehr gut Fuß fassen. Häufig ist bei StartUps eine flache Führungskultur vorzufinden, so dass man als Mitarbeiter sehr viel bewegen und neue Ideen einbringen kann. Eine ausgeprägte Hands-On-Mentalität, selbständiges Arbeiten, ein hohes Maß an Eigeninitiative und Motivationsfähigkeit sind gefragt. Auch wenn das Einkommen vielleicht nicht so hoch ausfällt, so kann ein solcher Job Einblicke in das Geschäftsleben vermitteln, die so in Art und Umfang in einem anderen Unternehmen nicht möglich wären.

  • Funktionalbereich

Ist mir der Kontakt zu Menschen sehr wichtig oder arbeite ich lieber alleine für mich? Bin ich eher technisch oder kaufmännisch orientiert? Mag ich Prozessanalysen oder ist es für mich interessanter, kreativ tätig zu werden? Fragen wie diese können dabei helfen, sich darüber klar zu werden, in welche Abteilung es später einmal gehen soll. „Jeder Funktionalbereich stellt schließlich unterschiedliche Grundvoraussetzungen, die bei jedem von uns individuell ausgeprägt sind“, erklärt Ziko Jovic.

  • Berufliches Umfeld

Anhand der folgenden Fragen lässt sich schon im Vorfeld herausfinden, welche Soft-Skills oder Wohlfühlfaktoren dem Wunsch-Unternehmen wichtig sind.

control-writing-work-official-45905-largeo     Was für ein Image hat das Zielunternehmen und wie stellt sich das Unternehmen als Arbeitgeber dar?

o     Wie interessant sind die späteren Aufgaben?

o    Was macht das Unternehmen einzigartig als Arbeitgeber? o Wie ist die Führungs- und Mitarbeiterkultur definiert?

o    Welchen Stellenwert nimmt der Faktor „Mensch als Mitarbeiter“ im Unternehmen ein?

o     Welche Benefits bietet das Unternehmen?

o    Wie sind die Aufstiegs- und Karrierechancen dargestellt?

  • Flexibilität und Mobilität

Ein altes Sprichwort besagt „Von nichts kommt auch nichts“. Wer nach dem Studium Karriere machen will, sollte sich also auch darüber im Klaren sein, dass eine gewisse Flexibilität und Mobilität im Job erwartet und gewünscht wird. Wer die entsprechende Bereitschaft mitbringt, für den kann sich beispielsweise ein zeitlich befristeter Auslandaufenthalt schnell zum Karriereturbo entwickeln.

 

Mit besten Grüßen

Ziko Jovic, B. A.

 

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