Karriere Blog, Teil 2: Mit einer zielorientierten Strategie schneller ans Ziel

ziko-jovic-foto-1024x1024Die Stärken sind definiert, Potenziale und Wünsche präzisiert – nun geht es darum, mit einer entsprechenden Strategie schneller an den Traumjob, also zunächst schneller zum gewünschten Vorstellungstermin zu kommen.

 

Wie also sieht eine optimale Bewerbungsstrategie aus?

„Leider agieren bei diesem Schritt viele Bewerber zu ineffizient“, sagt Karriereexperte Ziko Jovic. Als erstes sollte sich jeder Bewerber die Frage stellen, ob er oder sie sich über ausgeschriebene Stellenanzeigen, initiativ oder das eigene Netzwerk bewerben möchte. Natürlich kann sind auch alle drei Bewerbungsstrategien miteinander kombinierbar, allerdings hat jede Bewerbungsart ihre Vor- und Nachteile.

 

 

Bewerbung über Stellenanzeigen – der einfachste Weg?

Eine optimal gestaltete Stellenanzeige beinhaltet in der Regel folgende Informationen:

  • Genaue Stellenbezeichnung
  • Allgemeine Informationen zum Unternehmen
  • Profil der Tätigkeit
  • Anforderungen an den Bewerber
  • Mögliche Karrierechancen
  • Infos zur Bewerbungsform und zum Auswahlverfahren
  • Kontaktperson / Ansprechpartner

Stellenanzeigen sind die am häufigsten vorzufindenden Bewerbungsquellen – und sie bieten für den Bewerber viele Vorteile: So werden Infos über das Unternehmen und die zu besetzende Stelle auf einen Blick dargestellt. Aber auch, was vom Bewerber verlangt und ihm geboten wird. Wenn Unternehmen mittels Stellenanzeigen rekrutieren, werden auch viele Bewerber auf eine Vakanz aufmerksam. Es will also gut überlegt sein, wie man aus der Bewerbermasse herausstechen kann.

„Wenn man als Bewerber beim Anschreiben bzw. dem Lebenslauf nur auf 08/15 Standardformulierungen setzt, wird man die erste Auswahlhürde mit Sicherheit nicht schaffen“, sagt Ziko Jovic. Ein weiterer Nachteil ist, dass Personaler, die über eine Stellenanzeige rekrutieren, häufig einem hohen Besetzungszeitdruck ausgesetzt sind. Sie nehmen sich deshalb für die Sichtung der Bewerbungen gerade mal 90 bis 120 Sekunden Zeit.

Wer hier als Bewerber auf „Textmasse statt Textklasse“ im Anschreiben setzt, hat eigentlich schon verloren.

 

Initiativbewerbung – eine gute Alternative?

Der große Vorteil bei Initiativbewerbungen ist, dass der Faktor Zeit hier eine untergeordnete Rolle im Bewerbungsverfahren spielt. Anders als bei einer Stellenanzeige reagiert der Bewerber nicht – er agiert aktiv und hat das „Heft des Handelns“ selbst in der Hand.

„Wenn man sich antizyklisch bewirbt, dann nimmt sich auch der Personaler mehr Zeit für die Bewerbung als die zuvor genannten 90 – 120 Sekunden“, so Ziko Jovic. Allerdings muss bei einer Initiativbewerbung damit gerechnet werden, dass sich das Auswahlverfahren über einen längeren Zeitraum hinweg zieht.

Mit einer schnellen Entscheidung ist hier nicht zu rechnen.

 

Bewerbung über Netzwerke – mit „Vitamin B“ zum Traumjob

Die dritte Bewerbungsvariante ist die sogenannte Netzwerkbewerbung. Gut die Hälfte aller Stellen wird über Netzwerke vergeben, d.h. jede zweite Stelle wird von den Unternehmen nicht veröffentlicht. Es gibt bereits Unternehmen, die 40 Prozent ihrer offenen Stellen über eigene Mitarbeiterempfehlungsprogramme besetzen.

Tipp 1:
Ein Netzwerk aufzubauen und vor allem zu pflegen braucht Zeit. Als Student empfiehlt es sich, damit bereits zu Beginn des Studiums anzufangen.

Tipp 2:
Bei der Ausgestaltung des Netzwerkes stellt sich auch die Frage, wer aus dem eigenen Umkreis „etwas Gutes tun kann“. Das müssen nicht immer Personen aus einer Führungsebene sein, die in das Netzwerk aufgenommen werden können – aber natürlich gilt hier, wie auch auf Xing oder LinkdIn: Klasse statt Masse!

Tipp 3:
Karrieremessen können eine sinnvolle Option sein, um das persönliche Netzwerk zu erweitern – wenn Sie Interesse am Gegenüber zeigen. Treten Sie nicht nur mit einer Person in Kontakt, um plump nach einem Jobangebot zu fragen, sondern strukturieren Sie das Gespräch sinnvoll. Um positiv in Erinnerung zu bleiben ist es wichtig, einen Mehrwert anzubieten – getreu dem Motto „erst bieten, dann bitten“.

„Seinen Sie vor allem konsequent, hartnäckig und aktiv – sollten Sie im Gespräch vertröstet werden. Erwarten Sie nicht, dass die Personen aus Ihrem Netzwerk automatisch auf Sie zukommen. Hier ist Eigeninitiative Ihrerseits gefragt“, so Karrierecoach Ziko Jovic.

 

Diese Grundsätze können auf dem Weg zum Traumjob helfen:

  • Frühzeitig mit der Vorbereitung beginnen. Überlegen Sie rechtzeitig, was Sie wo beruflich machen wollen und welche Bewerbungsfristen es gibt.
  • Persönliche Kontakte nutzen: Sie sind hilfreich, um Zusatzinformationen über das Zielunternehmen bzw. den Aufgabenbereich zu
  • Informationen recherchieren: Welche Veröffentlichungen gibt es über das Unternehmen und wie ist dessen wirtschaftliche Lage?
  • Absolventenmessen besuchen. Auch bei einem Messebesuch gilt: Klasse statt Masse. Statt umfangreiche Bewerbungsmappen zur Messe mitzunehmen, reichen oft für den Erstkontakt professionell gestaltete Flyer bzw. Visitenkarten. Seien Sie kreativ!
  • „Schnuppertage“ bei Unternehmen nutzen. Auch Branchentreffs und Fachtagungen bieten sich für einen Besuch an. Hier ist die Bewerberdichte bei weitem nicht so groß, wie z.B. bei einer
  • Auch freiwillige Praktika können sich auszahlen – denn Eigeninitiative und Engagement haben sich bisher noch nie negativ

 

Mit besten Grüßen

Ziko Jovic, B. A.

 

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