Polina, Anja und ich am Ufer der Seine

Großstadt mit Flair – Mein Auslandssemester in Paris

Im Studenten-Städte-Ranking “Best Student Cities” wurde Paris zur beliebtesten Studentenstadt der Welt gewählt. Doch wie ist es, in dieser Stadt zu leben? Das durfte ich im Rahmen meines Auslandssemesters im Bachelor-Studiengang Marketing & Communications Management an der ISM erfahren. Für rund vier Monate studierte ich an der European Business School (EBS) in der französischen Hauptstadt und wohnte bei einer einheimischen Familie direkt am Trocadero – in unmittelbarer Nähe zum Eiffelturm.

Der Eiffelturm bei Nacht
Der Eiffelturm bei Nacht

Vorurteile, Klischees und die Wirklichkeit

Paris ist eine Großstadt mit einem Flair, wie es keine andere Stadt hat. Auch wenn wir eine ähnliche Kultur haben, so unterscheiden sich die Franzosen in vielen Dingen von den Deutschen.
Das weit verbreitete Klischee, dass Franzosen hochnäsig oder arrogant sind, kann ich nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil, alle waren  total nett – egal, ob im Restaurant, in den Läden, beim Sport oder in der Familie, bei der ich gewohnt habe. Vor allem aber auch im Straßenverkehr. Die Leute gehen bei Rot über die Ampel und keiner hupt.
Die Pariser wissen, wie man das Leben genießt. Ein Abendessen bei meiner französischen Familie konnte locker drei bis vier Stunden dauern. Dabei wurde viel gegessen, getrunken und geredet, wenn auch durcheinander, sodass ich bei weitem nicht alles verstehen konnte.

Multikulturelles Studieren an der EBS

Bereits vor dem Start meines Auslandssemesters an der EBS hatte ich die Möglichkeit, verschiedene Kurse zu wählen. Dabei konnte ich mich zwischen den Unterrichtssprachen Englisch und Französisch entscheiden. Meine Kommilitonen kamen aus unterschiedlichen Ländern, wie den USA, Brasilien, Indien, China, Spanien und Deutschland. Wir besuchten alle Kurse, die extra für Austausch-Studierende konzipiert waren. Das war einerseits cool, da man so Leute aus der ganzen Welt kennen gelernt hat. Andererseits hatten wir so kaum die Möglichkeit, mit Einheimischen in Kontakt zu treten. Das fand ich etwas schade. Nichtsdestotrotz haben mir der Unterricht sowie das Konzept der Benotung, das größtenteils aus Präsentationen bestand, gut gefallen.

 

Der Campus der EBS
Der Campus der EBS

Freizeit, Essen und Kultur

Paris hat eine große Auswahl an Freizeitmöglichkeiten.
Für die Kunst- und Kulturinteressierten gibt es zahlreiche Museen, wie das „Louvre“ oder  das „Centre Pompidou“. Für Shopping-Freunde hat Paris als Modehauptstadt einiges zu bieten. Zum einen gibt es die vielen Einkaufsstraßen, wie die „Rue de Rivoli“ oder die „Champs Elysée“, aber auch eine große Menge an wirklich tollen und verschiedenen Zentren, wie die bekannte „Galerie Lafayette“ oder das sehr individuelle „Marché“.
Neben dem Sightseeing und Shopping habe ich mit meinen Freunden vor Ort gerne die schönen verschiedenen Viertel, wie das „Saint-Germain-des-Prés“ oder das „Marais“ besichtigt. Dort gibt es einige kleine Läden und schnuckelige Cafés wie das „Café de Flore“, in welchem auch Karl Lagerfeld ein häufig gesehener Gast ist.
In den Abendstunden sind wir gerne in schöne Restaurants, wie das „Kong“ gegangen, welches eine große Glaskuppel als Dach hat und zur späteren Stunde zum Club wird. Oder  in das „Le Coq“, welches direkt am Trocadero liegt und einen der besten flüssigen Schokokuchen hat.
Aber auch Sport stand auf dem Programm. Entweder sind wir in das Spinning-Studio „Dynamo“ oder ins Boot Camp „Midtown Studio“ gegangen. Die Trainer waren sehr engagiert und haben uns wirklich zum Sport motiviert, sodass wir jeden Tag mit Freude dort waren.
Insgesamt war es eine interessante und tolle Erfahrung, in Paris zu leben. Die Leute haben mich mit ihrer offenen, geselligen und entspannten Art wirklich begeistert.

Autorin: Teresa Seitle

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