Abenteuer dual studieren – drei Studenten berichten

Im Herbst 2016 ging es endlich los: Laura, Franziska und Alexander haben mit ihrem dualen Studium an der ISM Köln begonnen. Nach drei Monaten in einem Partnerunternehmen besuchten sie Anfang des neuen Jahres zum ersten Mal Veranstaltungen an ihrer neuen Hochschule. Hier erzählen die Studierenden, warum sie sich für ein duales Studien entschieden und was sie bisher erlebt haben.

Laura: „Auf das Programm aufmerksam geworden bin ich eigentlich durch einen Vortrag an meiner damaligen Schule. Besonders gefallen hat mir am dualen Studium, durch die berufliche Tätigkeit unabhängig von meinen Eltern zu sein, aber auch gleich die erworbene Theorie in der Praxis umsetzen zu können. Ich mache jetzt eine Ausbildung im Handelsunternehmen meiner Eltern und studiere parallel International Management. “

IMG_0937Franziska: „Mein Plan war schon, ein Studium zu absolvieren, aber ein Hörsaal mit 500 anderen Leuten wäre einfach nichts für mich gewesen. Auf das duale Studium bin ich dann aber doch ein bisschen von jetzt auf gleich gekommen: Das Unternehmen, in dem ich arbeite, hat mir die ISM empfohlen. Ich habe den Aufnahmetest gemacht und wurde direkt informiert, dass ich bestanden habe. Auf einmal war ich Studentin (lacht). Im Nachhinein bin ich aber ziemlich glücklich damit, wie sich alles entwickelt hat.“

IMG_0933Alexander: „Mein Werdegang ist ein wenig anders: Ich habe vor dem Studium bereits eine Ausbildung zum Marketing- und Kommunikationsfachwirt abgeschlossen und zweieinhalb Jahre gearbeitet.  Jetzt bin ich in der Agentur meines Vaters tätig – drei Jahre auszusteigen, um ein Vollzeitstudium zu absolvieren, war für mich deshalb keine Option. Auch ein Studium ohne Praxisoption ist nicht das Richtige für mich. Die Kombination von Praxis- und Theoriephasen im dualen Studium hingegen kommt mir sehr entgegen. So kann ich mich drei Monate zu 100 Prozent auf das Studium und danach zu 100 Prozent auf die Arbeit konzentrieren.“

Franziska: „Das stimmt, die klare Trennung ist definitiv von Vorteil. Es ist aber auch schön, zwischendurch auch mal aus dem Betrieb rauszukommen. Man ist in einem Unternehmen halt immer „der Azubi“. Hier sind wir alle ungefähr gleich alt, niemand hat eine Sonderstellung. In den kleinen Gruppen lernt man sich schnell kennen und wir haben uns alle auch auf Anhieb super verstanden.“

IMG_0919Laura: „Ich hatte zwar in der Schule schon einen Business-Kurs, aber das ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Studium. Allein, wie das Wissen hier vermittelt wird, ist etwas ganz Anderes. Die Dozenten geben sich viel Mühe, auf jeden Studenten einzugehen. Wir können alle Fragen stellen, die uns auf dem Herzen liegen und alle werden beantwortet. Verglichen mit dem, was man häufig von öffentlichen Universitäten hört – die Dozenten ziehen ihren Stoff durch und interessieren sich nicht für den Einzelnen – ist es hier wirklich ganz anders. Besonders gut gefällt mir auch, dass wir zunächst drei Monate im Unternehmen waren. Erst die Praxis, dann die Theorie – so lassen sich viel einfacher Verknüpfungen aufbauen.“

Alexander: „Wenn man erst eine Ausbildung gemacht oder einige Zeit gearbeitet hat, kann man die Inhalte aus dem Studium, beispielsweise zur Finanzbuchhaltung, direkt anwenden. Generell fühlt es sich so an, als würde ich mit dem Studium jetzt beruflich einen großen Schritt nach vorne machen.“

Franziska: „Natürlich erhoffe ich mir, durch das Studium meine berufliche und finanzielle Ausgangssituation zu verbessern und später bessere Perspektiven zu haben als allein durch meine Ausbildung. Aber das lasse ich ehrlich gesagt noch auf mich zukommen.“

Alexander: „Mir ist schon wichtig, dass das Studium betriebswissenschaftliche Grundlagen vermittelt, da man diese in gewissen Positionen im Job einfach braucht. Natürlich spielt dabei auch eine Rolle, dass ich mir vorstellen könnte, einmal in die Fußstapfen meines Vaters zu treten und einen Betrieb zu leiten, vielleicht sogar noch einen MBA zu machen.“

Laura: „Ich habe die Hoffnung bzw. würde mir für die Zukunft wünschen, dass es mir durch die Verbindung von Theorie und Praxis ganz grundsätzlich im Berufsleben leichter fallen wird, Zusammenhänge zu verstehen und Entscheidungen zu treffen.“

Autorin: Katharina Busse