Im Bann Chinas – zum Doppelabschluss nach Shanghai

6 Worauf sie sich einlassen würde, wusste Salome Clauss im Vorfeld bereits: Eine Arbeitskollegin, die selbst zwei Jahre in Shanghai gelebt hatte, konnte der ISM-Studentin von ihren Erlebnissen und Erfahrungen in der chinesischen Millionenstadt berichten. „Das hat mir sehr geholfen, denn ich konnte alle Fragen und Ängste mit ihr besprechen“, erzählt die 25-Jährige. Danach stand dem Abenteuer Shanghai nichts mehr im Wege.

Denn dass sie einen Teil ihres Studiums in China verbringen wollte, hatte sich Salome Clauss schon länger vorgenommen: „Mich faszinieren die Kultur, die Gesellschaft und das Land selbst sehr.“ Um noch mehr von Asien zu sehen, machte sie zwei Wochen vor Beginn des Semesters eine Backpacker-Reise durch Malaysia – quasi zum „eingewöhnen“. Ein Auslandssemester ist im Studium an der ISM ohnehin integriert, Salome Clauss verbringt aber gleich ein ganzes Jahr an der ECUST und absolviert dort neben ihrem deutschen Master in International Management auch einen chinesischen Master-Studiengang.

7Die Hochschulen könnten dabei kaum unterschiedlicher sein. In Deutschland hat Salome Clauss die ersten beiden Semester am Campus Frankfurt mit rund 700 anderen Studierenden verbracht. Die  East China University of Science and Technology (ECUST) erstreckt sich über mehrere Campi in Shanghai und hat über 30.000 Studenten. Eine ganz andere Dimension, die Salome Clauss aufgrund der Internationalität sehr gut gefällt. „Besonders viele Studenten kommen aus der Mongolei oder Russland sowie aus Afrika – Länder und Kulturen, mit denen ich vorher wenig Berührungspunkte hatte“, sagt sie.

10Auch Land und Leute haben sie in ihren Bann gezogen. „Ich kann wirklich jedem sehr ans Herz legen, den großen Schritt in die östliche Ferne zu wagen und China zu erkunden. Dieses Land und seine Kultur sind unheimlich facettenreich und man kann jede Menge lernen, gerade weil die Unterschiede teilweise so groß sind“, findet Salome Clauss. „Allein die Natur und die chinesische Küche sind ausgesprochen vielfältig und mit dem Hinweis auf die schlechte Luft wird man dem Land keinesfalls gerecht.“

Wenig scheint in Shanghai unmöglich zu sein, wenn man sich erst einmal an die kulturellen Unterschiede gewöhnt hat. Der technische Fortschritt und die Tatsache, dass es sich in der Metropole quasi bargeldlos leben lässt, haben Salome Clauss am meisten beeindruckt. Vorkenntnisse in der chinesischen Sprache legt sie dennoch jedem ans Herz, der sich für ein Studium in Fernost interessiert. Und auch, sich Hygieneartikel, Cremes und Deos aus der Heimat mitzubringen – „die sind hier sehr teuer“, lacht sie.

 

Autor: Katharina Busse (ISM)