Laura Albrecht - Bloggerin und ISM-Studentin

Tipps vom Profi – So wird man Influencer

Auf ihrem Blog The Golden Side of Life schreibt Laura Albrecht regelmäßig über Mode, Reisen und alles, was sie bewegt. Bei Instagram folgen ihr über 80.000 Abonnenten. Im Interview erzählt die ISM-Studentin, wie sie erfolgreiche Bloggerin wurde und gibt Tipps zum Aufbau von Followern.  

Laura, wie bist du erfolgreiche Instagramer/Bloggerin geworden?
Ich würde behaupten, dass ich einfach zur richtigen Zeit „am richtigen Ort“ war. Instagram war noch eine neue App, welche von vielen damals hauptsächlich privat genutzt wurde. Dass Personen besonders schöne, harmonierende Fotos mit einer großen Öffentlichkeit geteilt haben, war noch eher selten, und ich denke, dass genau darin mein Vorteil lag.

Was für Eigenschaften sollte ein Influencer mitbringen?
Man sollte besonders offen und kommunikativ sein und keine Hemmungen haben, auf andere Personen zuzugehen. Gerade auf Events, auf denen ich niemanden kannte, waren diese Eigenschaften sehr hilfreich, um mal aus meinem Schatten zu springen. Ich habe durch mein Hobby ein paar Mädels kennengelernt, mit denen ich seit über drei Jahren befreundet bin und zum Teil sogar verreise. Allerdings habe auch ich erst mit der Zeit gelernt, nicht zu schüchtern zu sein.

Was ist für Dich die größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung liegt meiner Auffassung nach darin, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Den Abonnenten ständig neuen und spannenden Content zu liefern, um nicht von der Bildfläche zu verschwinden, und auch darin, genug Zeit in das Studium zu investieren und dort beispielsweise bei Gruppenarbeiten mitzuhalten und die Anderen mit der Arbeit nicht alleine zu lassen.

Was sind Deine Tipps und Tricks für den Aufbau von Followern?
Ich habe damals einfach darauf los gepostet, aber ich glaube, dass es wichtig ist, seinem Stil treu zu bleiben. Deswegen catcht man die Abonnenten, denn der erste Eindruck zählt. Ebenfalls ist wichtig, dass regelmäßig Content geliefert wird, damit die Abonnenten sich auf die Person oder das Unternehmen einstellen können und man nicht in Vergessenheit gerät. Bei der Masse an Influencern geht das schneller, als man denkt! Auch die Bildsprache und Farbgebung der Fotos sind wichtig, wobei es Fotomotive gibt, die immer gut ankommen: Hundewelpen, Interior, Kaffee, Essen oder bestimmte Marken.

Wie bekommst Du Deine Social Media Aktivitäten und Dein Studium unter einen Hut?
Teilweise erweist es sich tatsächlich als schwierig, zum Beispiel in Prüfungsphasen oder im Winter. Deswegen produzieren meine Freundin und ich oft Content im Voraus. In Prüfungsphasen ist es dann so, dass ich innerhalb von zwei, drei Wochen auch mal nur vier Bilder poste. Das macht sich dann auch bei den Abonnenten bemerkbar. Viele haben dafür aber Verständnis, weil ich bei Snapchat immer noch aktiv zeige, dass ich in die Hochschule gehe oder lerne.

Gibt es dabei Inhalte aus Deinem Studium, wie Zeitmanagement, die Dir dabei helfen?
Das richtige Zeitmanagement zu haben ist hierbei auf alle Fälle sehr wichtig. Ich mache die Fotos zum Beispiel meistens im Voraus, wofür dann freie Tage drauf gehen. Es ist auch eine Herausforderung, jemanden zu finden, der regelmäßig Zeit hat. Meine Freundin und ich haben sehr unterschiedliche Stundenpläne, wodurch das oftmals nicht wirklich leicht ist. Bei spontanen Kooperationsanfragen muss man dann schon mal absagen oder das gewünschte Datum nach hinten verschieben, wenn es nicht passt. Dafür haben aber viele Unternehmen Verständnis, da viele Influencer das „Influencen“ nur als Hobby betreiben.

Interview: Christina Noll

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *