Singapur, a „fine“ city.

Welcome to Singapore! – Asien für Einsteiger

Vor dem Hintergrund, dass ich selbst in Singapur aufwachsen durfte und die International School of Management hier eine Partnerhochschule hat, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Euch diese faszinierende Stadt etwas näherbringen.

Für mich ist der Stadtstaat Singapur, mit knapp 5,6 Mio Einwohnern, einer der wohl schönsten und angenehmsten Orte zum Leben.
Englisch ist eine der Amtssprachen, mit der man auch überall weiterkommt. Da die Mehrheit der Singaporeans jedoch Chinesen sind (gefolgt von Malaien, Indern und Eurasiern), ist dies oft nicht leicht zu erkennen. Über die Zeit hat sich eine eigene Sprache entwickelt: „Singlish“. An fast alle Worte wird die Endung ‚la’ angehängt und wird man um beispielsweise Zustimmung gebeten, ist die beste Antwort ‚can-la’, will man ein ‚um Gottes Willen’ oder ‚Mensch!’ zum Ausdruck bringen, ist ‚alamah’ das Wort der Wahl!
Direkt am Äquator gelegen, ist Singapur eine tropische Stadt mit feucht heißem Klima, in der es auch nachts nur unwesentlich abkühlt. Gewitter sind häufig und wenn es einmal regnet, kann man sich einen Regenschirm sparen: Die Wucht der Wassertropfen ist so hoch, dass sie wieder bis über die Gürtellinie hochspritzen.

Singapur, a „fine“ city

Zugleich ist Singapur jedoch ein sehr teures Pflaster. Wohnungen sind nahezu unbezahlbar und auch das Essen in Restaurants ist mit München’s absoluten ‚hot spots’ vergleichbar. Dennoch gibt es unglaublich leckere Alternativen. Es gibt zahlreiche hawker (Garküchen) in denen man sehr gut und preiswert essen kann – solange man auf Alkohol verzichtet (ein Bier kostet ca. 7€)! Da Autos ebenfalls extrem teuer in der Anschaffung sind (um auf der ca. 700qkm großen Insel den kompletten Verkehrsinfarkt zu vermeiden, wird das eben über den Preis geregelt) ist der öffentliche Nahverkehr sehr gut ausgebaut und auch Taxifahrten sind erschwinglich.

Hainanese-Huhn mit Reis
Hainanese-Huhn mit Reis

Mein Geheimtipp ist das Maxwell Food Centre. Hier findet ihr eines der Nationalgerichte ‚Chicken Rice’. Hainanese-Huhn mit Reis ist wohl das Gericht mit dem größten Huhnanteil  überhaupt. Ihr glaubt mir nicht? Stellt Euch vor, Ihr sitzt vor mir an der Maxwell Food Centre in Singapur’s Chinatown. Vor Euch liegt ein Tablett mit einem Teller voll mit gekochten Huhn, ein Haufen Reis – gekocht in Hühnerbrühe und als Dip ein Schälchen Chili Sauce ‚infused’ – ja, Ihr ahnt  es – mit Huhn. Und als wäre das nicht schon genug, beinhaltet das Ensemble eine Schüssel mit Hühnersuppe. Also, falls Ihr nach diesem Gericht nicht gackert, weiß ich auch nicht.

Ja, „Singapur is a fine city“, bekannt als Ort, der drakonische Strafen für Fehlverhalten verhängt. Und das stimmt so auch – wer jedoch mit Drogen nichts zu tun hat und seine kriminelle Ader nicht auslebt, hat hier sicherlich keine Probleme. Mittlerweile ist übrigens auch Kaugummikauen und -kaufen erlaubt!

Warum also auf der Insel studieren?  

Wer sich mit dem Gedanken trägt in Singapur zu studieren, sollte dies unbedingt tun! Singapur ist sehr westlich orientiert und ein friedlich-vielfältiger Mix an Kulturen. Der Anschluss zu den Locals, den Einheimischen, wird einem leichtgemacht. Die Insel versteht sich selbst als Vorreiter und legt höchsten Wert auf hohe Bildungsstandards.
In der Vergangenheit wurden die Kinder zum studieren ins Ausland geschickt und Singapur hatte einen Mangel an Akademikern. Heute hat sich das Blatt gewendet und Studenten aus der ganzen Welt studieren hier. Singapur ist einer der wichtigsten Standorte für Wissenschaft und Forschung in Asien geworden. Die moderne Arbeitswelt wird in die Lehrpläne miteingebunden.

In meinen Augen ist Singapur ein großartiger Ort zum Leben und mit Sicherheit sehr für ein Auslandssemester zu empfehlen.
Ich hoffe, ich konnte Euch mit meinem Beitrag das Land etwas schmackhafter machen. Wenn Ihr weitere, detaillierte Fragen habt, stehe ich Euch gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Autor: Marc Hussmann

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