Fünf Ringe, fünf Fragen : Prof. Dr. Klaus Mühlbäck über Olympia und Sportmanagement

Die Olympischen Spiele sind im vollen Gange und ziehen auch dieses Jahr wieder ein Millionenpublikum in ihren Bann. Neben den Wettkämpfen selbst spielen hier auch die Sportmanager im Hintergrund eine tragende Rolle. Ausgefeiltes Produktmarketing, die Arbeit mit Sportverbänden und Live-Kommunikation sind hier nur einige von vielen Faktoren, die zum Erfolg beitragen. Wir haben mit Klaus Mühlbäck, Studiengangsleiter des neuen B.A. International Sports Management (ab Wintersemester 18/19) gesprochen und wollten wissen: Olympia und Sportmanagement – wie genau gehört das zusammen?

Herr Professor Mühlbäck, was ist das Geheimrezept der Olympischen Spiele?

Begeisterung! Die Antwort ist ganz einfach. Die Menschen zu begeistern, seien es die Sportler, aber insbesondere natürlich die Zuschauer, Fans, über die Medien auch die Menschen zu Hause. Sport hat immer mit Menschen zu tun, und die Olympischen Spiele sind eines der großen Sportereignisse, bei denen diese Begeisterung geschaffen wird. Wir sehen es dieser Tage im Fernsehen live aus Südkorea, und jeder, der schon einmal bei einem großen Sportevent dabei war, seien es die Olympischen Spiele, eine Fussball-WM oder ein Bundesliga-Spiel, der kennt die begeisternde Atmosphäre.

Welche Rolle spielt hier erfolgreiches Sportmanagement?

Genau diese Begeisterung zu schaffen! Dafür exzellente Rahmenbedingungen bereits in der Vorbereitung und natürlich während der Olympischen Spiele bereitzustellen, ist die Aufgabe des Sportmanagers. Sozusagen ‚den Funken‘ entstehen und überspringen zu lassen auf die Menschen, darum geht es. Im Einzelnen sind dies natürlich unzählige Tätigkeiten, die dahinter stehen, die ein Sportevent von globaler Bedeutung entstehen lassen und für unvergessliche Momente sorgen.

Der neue Bachelor International Sports Management macht Studierende fit für eine vielseitige Karriere in der Sportbranche. Was ist das Besondere an dem Studiengang?

Prof. Dr. Klaus Mühlbäck (Campus München) ist Studiengangsleiter des neuen B.A. International Sports Management.

Im Grunde auch genau diese Begeisterung. Unser Studiengang spricht junge Menschen an, die Begeisterung für Sport haben und diese zu ihrem Beruf machen wollen. Wir begeistern uns ebenso für Sport und Sportmanagement, vermitteln damit das Wissen und die Fähigkeiten, die notwendig sind, um selbst erfolgreiches Sportmanagement auf internationaler Ebene gestalten zu können. Internationalität, der sehr enge Bezug zur Praxis des internationalen Sportmanagements, die Kombination aus spezifischem Fachwissen der Sportbranche und einem fundierten betriebswirtschaftlichen Studium – und all das an einer der besten Wirtschaftshochschulen Deutschlands.

Inwieweit sammeln die Studierenden praktische Erfahrungen mit Sport?

In vielerlei Hinsicht: Dozenten, die hautnah vom internationalen Sportmanagement berichten, unterrichten in diesem Studiengang. So zum Beispiel Claus Gröbner, er ist Geschäftsführer des ERC Ingolstadt aus der Deutschen Eishockey Liga, oder Michael Meier, als ehemaliger Manager des 1. FC Köln, von Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund ist er sicherlich eine Größe im deutschen und internationalen Fußball. Es gibt im Studium immer einen engen Praxisbezug. Sei es durch Fallstudien oder Workshops, oder unzählige internationale Praxisbeispiele, angefangen von den deutschen Bundesligen, über die NHL oder NFL bis hin zu Welt- und Europameisterschaften oder eben wie jetzt den Olympischen Spielen. Zu erwähnen sind natürlich auch die ganz besonderen ISM-Sportcamps, eine Verbindung aus Management einer Sportveranstaltung und eigenem Sporttreiben.

In welchen Berufsfeldern können die Absolventen der ISM später arbeiten?

In sehr vielen! Es gibt laut dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft aktuell etwa 1,85 Mio. Menschen in Deutschland, die im Sportbusiness beschäftigt sind. Das Management von Profisportvereinen, (inter)nationalen Verbänden, aber auch der Breitensport, das Management von Sportanlagen und Großereignissen stellen typische Berufsfelder dar. Auch Sportsponsoring, Merchandising und Sportkommunikation von großen Konzernen, das Sportrechtemanagement, der Sporttourismus, das weite Feld der Sportmedien bis hin zu den großen Sportartikelherstellern und Sporthändlern sind Aufgabenfelder, in denen unsere Absolventen bestens aufgehoben sind.

Autorin: Ann-Katrin Dölken