Julian Beer arbeitet heute als Abteilungsleiter bei Amazon Logistik.

Als Abteilungsleiter bei Amazon erfolgreich – ISM-Absolvent Julian Beer im Interview

Erst 22 und Abteilungsleiter – geht das? Julian Beer hat genau das geschafft. Nachdem er an der ISM Dortmund seinen Abschluss in International Management, mehrere Praktika und Auslandssemester in Norwegen und Australien absolviert hatte, ist Julian Beer jetzt Abteilungsleiter im Bereich Inventory Control and Quality Assurance bei Amazon Logistik in Potsdam. Wie er den Einstieg geschafft hat, wofür er jeden Morgen aufsteht und welche Tipps er für alle ISM-Studierenden hat, verrät Julian Beer im Interview mit der ISM.

Herr Beer, Sie sind 22 Jahre jung und bereits Abteilungsleiter. Wie haben Sie das geschafft?

„Ich habe ein Praktikum bei Amazon im Capacity Planning absolviert, bei dem ich mit den mitteleuropäischen Amazon Logistikzentren zusammengearbeitet habe. Hier konnte ich mir ein gutes Netzwerk aufbauen und sehen, welche Teams zu mir passen könnten. Hinterher habe ich mich für meinen jetzigen Standort entschieden, da ich hier im Quality Management arbeiten und schnell Personalverantwortung übernehmen konnte.“

Wie sehen Ihre Aufgaben aus?

„In meiner Position bilde ich die Schnittstelle zwischen dem Customer Experience Center und dem Logistikzentrum. Als Abteilungsleiter bin ich für die Analyse, das Monitoring, die Weiterentwicklung und das Reporting von Qualitätskennzahlen und Prozessen zuständig. Außerdem trage ich die Verantwortung für mein Team, das aus 18 Mitarbeitern besteht.“

Was mögen Sie besonders an Ihrem Job? Warum stehen Sie morgens auf?

„Ich stehe jeden Morgen mit dem Anspruch auf, den Anforderungen unserer Kunden zu genügen. Preis, Auswahl und Schnelligkeit spielen für den Kunden eine große Rolle. Dabei ist jedoch zu beachten, dass A die Produkte in der richtigen Menge vorhanden sind und B die Produkte und Übermittlung fehlerfrei sein müssen. Dies schafft die Notwendigkeit von Inventory Control und Quality Assurance. Dafür arbeite ich mit meinem Team jeden Tag.“

Vor Ihrem Einstieg bei Amazon Logistik haben Sie einen Bachelor in International Management gemacht. Inwiefern profitieren Sie heute von der Ausbildung an der ISM?

„Die Lehre an einer Hochschule ist das eine, das richtige Netzwerk und praktische Erfahrungen das andere. Insbesondere bei dem zweiten Element leistete die ISM einen enormen Beitrag. Ohne die Verankerung von Elementen wie Auslandssemestern, Praktika, Workshops und studentischen Projekten hätte ich wahrscheinlich noch kein genaues Bild davon, was ich gerne beruflich machen möchte. Die ISM ermutigt zum Sprung ins kalte Wasser und zum Austesten der eigenen Grenzen. Wer diese Einstellung lebt, wird feststellen, dass die Wirtschaft diese Flexibilität und Lernbereitschaft schätzt, aber auch einfordert.“

Welche Tipps können Sie Studierenden für das Studium an der ISM mitgeben?

„Sich kontinuierlich selbst zu testen und herauszufinden, was Spaß macht. Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften bietet eine entsprechende Breite, den beruflichen Werdegang an den eigenen Interessen auszurichten. Das Career Center und International Office, aber auch Dozenten und Professoren sind hier sehr gute Ansprechpartner.“

Auch wenn Sie erst am Anfang Ihrer Karriere stehen, haben Sie es schon weit geschafft. Haben Sie noch Wünsche für Ihre berufliche Zukunft?

„Meine berufliche Zukunft sehe ich im Ausbau meiner Teamführungsqualität. Es bereitet mir große Freude, ein Team zu motivieren und zu beobachten, wie sich eine gute Dreiecksbeziehung zwischen Mitarbeitern, Vorgesetzten und Unternehmen entwickelt. Nur wer das Wohlbefinden und die Motivation des Teams in den Vordergrund stellt, wird langfristig mit einem engagierten und lernfähigen Team arbeiten.“

 

Interview: Julia Kück