Sich einfach mal trauen! – ISMler gründen das Start-up MyGermanBox

Deutschland aus dem Pappkarton? Das gibt’s wirklich! Die Dortmunder ISM-Studenten Lovis Kirchhoff und Johannes Lammers sind genau auf diese Idee gekommen und haben während ihres Studiums ein eigenes Start-up gegründet. Was hinter ihrer „MyGermanBox“ steckt und welche Herausforderungen es auf dem Weg bis zur Unternehmensgründung gab, hat uns das junge Unternehmerduo im Interview verraten.

 

Ein Stück Deutschland aus der Box – wie kam es zu dieser Geschäftsidee?

Lovis: „Durch verschiedene Auslandsaufenthalte während des Studiums ist uns das Interesse unserer neuen Freunde an der deutschen Kultur aufgefallen. Jeder, der eine längere Zeit im Ausland gewesen ist, wird es kennen: Man bemerkt dort relativ schnell, wie typisch deutsch man eigentlich ist. Beim Reflektieren über unsere Kultur dachten wir, dass es doch interessant wäre, wenn man ein Stück seiner Kultur verschenken könnte. Im Laufe des 6. Semesters fingen wir an nebenbei zu planen, zu recherchieren und die ersten Schritte einzuleiten. Mittlerweile bieten wir vier verschiedene Themenboxen an – Frühstück, Oktoberfest, Klischees und Weihnachten.“

 

Der Weg zum eigenen Start-up ist immer mit Stolpersteinen verbunden. Mit welchen Herausforderungen hattet ihr zu kämpfen?

Lovis: „Die eigentliche Herausforderung liegt in der Umsetzung einer Geschäftsidee. Viele Menschen haben jeden Tag gute Einfälle, aber der Weg von der Idee bis zum finalen Produkt ist enorm. Glücklicherweise haben wir durch unser Studium an der ISM die Grundkenntnisse gelernt, um die administrativen Hürden von Beginn an leicht zu meistern.

 

Was ratet ihr all denen, die auch mit einem Start-up durchstarten wollen?

Johannes: „Eine wichtige Frage, die man sich bei der Entwicklung und Umsetzung seiner Geschäftsidee stellen sollte, ist: ‚Warum nicht?’ Damit meine ich nicht die rhetorische Frage nach dem Motto ‚Los geht’s’, sondern ein ehrliches, kritisches Hinterfragen der Geschäftsidee. Es sollten alle Punkte aufgeführt werden, die einem einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Außerdem finde ich es immer ratsam, verschiedene Meinungen einzuholen und über die Idee zu reden.“

 

Noch seid ihr am Anfang mit eurem Business. Was sind eure Visionen für die Zukunft?

Johannes: „Wir versuchen mit MyGermanBox den Produktnutzen von Gastgeschenken zu hinterfragen und neu zu gewichten. Dabei steht das Erleben, besonders von immateriellen Eigenschaften einer Kultur, im Mittelpunkt der Erfahrung. Aktuell haben wir alle Hände voll zu tun, den Verkaufsstart abzuwickeln. Wenn wir es in den nächsten zwei bis drei Schritten schaffen, dieses Konzept mittelfristig am Markt zu etablieren, sehen wir großes Potenzial, die Unternehmensstrukturen und die Produktpalette zu erweitern.