Unter die Lupe genommen – Vorurteile über Studenten

Wir Studenten haben es oft nicht leicht. Jeder von uns hat schon mindestens einmal den Satz „Stell dich nicht an, du hast es so gut!“ gehört. Über kaum eine Personengruppe  gibt es so viele Vorurteile wie über uns Studenten. Ich, meines Zeichens selbst Studentin, habe mir vorgenommen, einige Vorurteile unter die Lupe zu nehmen.

 

  1. Studenten führen ein Lotterleben.

Studenten feiern nächtelang, schlafen lange und haben eigentlich nichts zu tun, während andere zehn Stunden am Tag arbeiten gehen.“

Man sollte auch bedenken: Klausurphasen üben einen großen Druck aus. Zwar haben wir Studenten noch keine langen Arbeitstage im Büro. Wir müssen jedoch viel lernen und Vorlesungen vor- und nachbereiten, um während des Semesters nicht den Anschluss zu verlieren und bei den Prüfungen gut abzuschneiden. Wir haben einfach anderen Stress als diejenigen, die schon im Berufsleben stehen.

 

  1. Studenten haben keine Perspektive.

Wir studieren jahrelang und bekommen hinterher trotzdem keinen Job: „Mach doch etwas Vernünftiges, wie eine Ausbildung, da verdienst du zumindest schon etwas Geld. Oder studiere wenigstens etwas Sinnvolles, wie Jura oder Medizin“.

Es ist nachgewiesen, dass Studenten nach ihrem Abschluss mehr verdienen als andere Berufseinsteiger. Außerdem ist die Auswahl an Studiengängen riesig, sodass man beinahe erschlagen wird. Wir bekommen die Möglichkeit, uns zu spezialisieren und genau das zu tun, was wir wirklich wollen. Und nein, nicht nur Medizin und Jura führen zu einem „anständigen Job“. Das duale Studium bietet außerdem die Möglichkeit, parallel schon Geld zu verdienen.

 

  1. Studenten haben keine Ahnung vom richtigen Leben.

„Warte ab, bis du arbeiten gehst, dann lernst du das wahre Leben kennen!“

Ich muss zugeben, wir Studenten haben im Großen und Ganzen eine wirklich schöne Zeit, wenn nicht sogar die Beste unseres Lebens. Wir sind uns dessen bewusst und genießen diese Zeit. Trotzdem können wir den Aufwand, den ein Beruf mit sich bringt, gut einschätzen. Viele Studenten müssen neben dem Studium arbeiten, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Auch während der Klausurphase. Die meisten von uns müssen Pflichtpraktika absolvieren. Berufserfahrung sammeln wir reichlich während unseres Studiums – gerade beim dualen Studium.

 

Mein Fazit: Wir Studenten können uns die meiste Zeit nicht über unser Leben beschweren. Keine Sorge, liebe Nicht-Studenten: Wir wissen unser „Studentenleben“ sehr zu schätzen.

 

Autorin: Hannah Berse