Karrierecoaching

Marke „ICH“ – So geht Selbstvermarktung

Jeden Tag vermarkten wir uns selbst – vor Freunden, Kommilitonen, Dozenten, Personalern und zukünftigen Chefs. Bei jedem von ihnen verhalten wir uns anders und immer muss es die beste Version von uns sein.

Doch wie vermarkte ich mich am besten? Wie sieht meine Strategie aus? Der Marketing-Mix mit seinen vier P’s Product, Price, Place, Promotion hilft mir bei der Selbstvermarktung nicht wirklich weiter.

Torsten Kentel
Torsten Kentel ist erfahrener Karrierecoach und brachte uns bei, wie wir uns am besten vermarkten können.

Torsten Kentel ist seit über 15 Jahren als Karrierecoach und Finanzexperte tätig. In seinem Workshop „Global Skills for Manager – Soft Skills for Leader“ haben 55 Kommilitonen und ich einen Einblick in das wahre Leben bekommen. Innerhalb von zwei Stunden lernten wir

  • uns auf eine perfekte Selbstpräsentation vorzubereiten,
  • PowerPoint-Karaoke zu erproben und
  • Gehaltsverhandlungen richtig anzugehen.

Bei einer Selbstpräsentation ist es wichtig, sein Gegenüber in kürzester Zeit mithilfe der eigenen Kenntnisse (Hard Skills), Fähigkeiten (Soft Skills) und beruflichen Erfahrungen von sich zu überzeugen. In einer praktischen Übung beantworteten wir dafür die folgenden Fragen:

  • Wie sieht mein Traumjob aus?
  • Welche fachlichen und persönlichen Fähigkeiten habe ich für diesen Job?
  • Habe ich Vorbilder aus meinem Umfeld für diesen Job?

Während meine Kommilitonen die Fragen schriftlich für sich beantworteten, versuchte ich die Aufgabe grafisch an der Tafel zu lösen. Nach drei Minuten hatte ich einen Laptop, eine Hängematte und ein paar Strichmännchen gemalt. Nicht schlecht, fand ich. Die Zeichnung wurde zumindest richtig identifiziert. Um die Stufe der „Perfektion“ zu erreichen, musste ich im Anschluss drei Minuten über mich referieren und dabei die Zeichnung als Unterstützung nutzen. Diese Art der Selbstvermarktung war absolut neu für mich. Das Feedback von Torsten Kentel und meinen Kommilitonen war offen und ehrlich. Jetzt weiß ich, dass ich manchmal ein wenig langsamer reden und die Redezeit vollkommen ausnutzen sollte, aber auch schon sehr natürlich und authentisch bei meinen Mitmenschen ankomme.

Im zweiten Schritt probten wir PowerPoint-Karaoke. Hier galt das Motto: absolute Kompetenz bei vollkommener Ahnungslosigkeit. Torsten Kentel betonte, besonders in Assessment Centern spiele diese Form der Kreativität und Spontaneität eine wichtige Rolle. Meine Kommilitonen verwandelten beispielsweise sinnlose Matheaufgaben in spannende Geschäftszahlen. Sie verpackten unbedeutende Sachverhalte in lustige Geschichten und brillierten mit dem Anschein des Expertendaseins.

Im letzten Teil des Workshops beschäftigten wir uns mit dem Thema Gehaltsverhandlung. Für mich im zweiten Semester ist dieses Thema noch ein wenig entfernt, doch insbesondere die Studierenden aus den Master-Studiengängen nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Argumente für eine Gehaltsverhandlung zu üben.

 

Autorin: Lea Limberg