Staatlich vs. Privat – Welcher Hochschultyp ist für dich der richtige?

Der Sommer ist da und für viele Schüler und Schülerinnen gehören die stressigen Abiturprüfungen der Vergangenheit an. Spätestens jetzt taucht die berühmt-berüchtigte Frage auf: Was studiere ich danach? Du solltest dich aber auch fragen, WO du studieren möchtest. Spätestens dann brechen die meisten in Panik aus. In diesem Beitrag kann ich dir vielleicht helfen und die Wahl zwischen einer privaten oder einer staatlichen Hochschule erleichtern. Dafür habe ich zwei Freunde, jeweils von einer staatlichen Hochschule und einer privaten Hochschule, interviewt. Lina studiert an der staatlichen TU Dortmund Sonderpädagogik, Max an der privaten ISM Finance & Management.

 

Wie gefällt es dir bisher?

Lina (staatlich): Ich bin zufrieden. Klar, es ist erst einmal anders und größer als in der Schule. Eine Gewöhnungsphase ist normal, aber ich finde, dass diese Umstellung zur Selbstständigkeit eine gute Vorbereitung für das spätere Berufsleben ist.

Max (privat): Der Studiengang hat meine Erwartungen erfüllt. Wir lernen sehr intensiv – je nach Projekt oder Spezialisierung hat man mit drei bis 15 Studenten Unterricht. Die Atmosphäre ist sehr persönlich und familiär, vergleichbar mit der Schule.

 

Wie ist das Angebot für Studenten außerhalb der Hochschule?

 Lina (staatlich): Es werden viele Partys veranstaltet und verschiedene Sportarten sowie Freizeitangebote ermöglicht. Wir haben eine Uni-Kneipe, die während der vorlesungsfreien Zeit oft besucht wird.

Max (privat): Wir haben mehrere Arbeitskreise, die Verschiedenes organisieren und planen. Außerhalb der Vorlesungszeit finden regelmäßig Events statt, zum Beispiel die Opening- und Closing-Partys, der Winterball und das Sommerfest. Außerdem werden Veranstaltungen und Vorträge von Partnerunternehmen angeboten.

 

Was ist der größte Vor- und Nachteil privat/staatlich zu studieren? 

Lina (staatlich): Die eigenständige Zusammenstellung des Stundenplans ist ein großer Vorteil, da ich mich nicht an Vorgaben der Hochschule halten muss. Ich selbst kann entscheiden, welche Vorlesungen ich besuchen möchte. Nachteil ist die Anonymität.

Max (privat): Der größte Vorteil sind die kleinen Lerngruppen und der interaktive Unterricht. Zudem erleichtern die Kooperationen mit zahlreichen Partnerunternehmen den Einstieg ins Berufsleben. Nachteil sind natürlich die Studiengebühren.

 

Wem würdest du ein Studium an einer privaten/staatlichen Hochschule empfehlen?

Lina (staatlich): Jedem, der selber entscheiden möchte, wie er sich seine Vorlesungen einteilt und kein Problem hat, eigenverantwortlich Lösungen zu finden.

Max (privat): Ich würde es jedem empfehlen, der die Möglichkeiten dazu besitzt. Wer ein familiäres Umfeld wichtig findet und schnell Unternehmenskontakte knüpfen will, ist hier richtig.

 

Wie du siehst, hat sowohl eine private als auch eine staatliche Hochschule seine Vor-und Nachteile. Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Interview einen näheren Einblick geben konnte und dir somit die Entscheidung erleichtere.

 

Autorin: Katharina Chen