Ab an die Börse: Im Rennen um den thyssenkrupp Manager Cup

„thyssenkrupp_managercup_2020 möchte dir folgen“ – durch diese Instagram-Anfrage sind wir auf den Cup aufmerksam geworden. Dabei handelt es sich um ein von thyssenkrupp organisiertes Börsen-Planspiel für alle Dortmunder Studierenden der TU, FH und ISM. Die Möglichkeit nicht nur betriebswirtschaftliche Entscheidungen für unser fiktives Produktionsunternehmen zu treffen, sondern auch auf die beabsichtigten oder auch unbeabsichtigten Konsequenzen zu reagieren, interessierte uns sehr und so beschlossen wir uns anzumelden.

In vier Perioden, die im Planspiel jeweils ein Jahr repräsentierten, traten wir also mit zwei befreundeten Studierenden der TU Dortmund als „Team des Geldes“ für die ISM an. Wir hatten viel Konkurrenz, denn neben uns nahmen noch 92 weitere Teams, bestehend aus 424 weiteren Studierenden, teil. Die Teams wurden in zehn unabhängige Regionen aufgeteilt. Am Ende der vier Perioden sind die Teams mit dem höchsten Aktienkurs jeder Region ins Finale eingezogen. Aufgrund der Corona-Krise fand der Wettbewerb dieses Jahr im Homeoffice statt. Wir hatten pro Periode eine Woche Zeit, um managementstrategische Entscheidungen über das Personalwesen, die Produktionsumfänge oder den Marketing-Mix zu treffen. Mit jeder Wettbewerbsrunde wurde die Schwierigkeit zusätzlich gesteigert, da mehr Controlling-Elemente hinzukamen. Direkt in der ersten Periode konnten wir sehr stark starten, indem wir auf eine hohe Qualität unsere Produkte setzten und platzierten uns auf Platz 3 in unserer Region. Auch in den weiteren Runden entschieden wir uns gegen eine Niedrigpreis-Strategie und das mit weiterem Erfolg, denn wir überholten die Zweitplatzierten. Die nächste Periode war mit einer besonderen Herausforderung verbunden, da die Hälfte der Teams in unserer Region durch Fehlkalkulationen in der Runde zuvor insolvent ging und somit ausschied. Wir hatten nun die Aufgabe die frei gewordenen Marktanteile für uns zu gewinnen. Doch auch diese Aufgabe konnten wir gut managen und verdoppelten so unseren Aktienkurs. Somit konnten wir unseren zweiten Platz erfolgreich verteidigen. In der vierten und letzten Periode hieß es nun unseren Kurs zu maximieren. Zwar verzeichneten wir die höchste Steigerung in unserer Region, blieben aber weiterhin auf nur dem zweiten Platz und verpassten so mit wenigen Punkten den Einzug ins Finale.

Aber dennoch sind wir stolz auf unsere Teamleistung. Insgesamt verzeichneten wir das zweithöchste Endergebnis des gesamten Planspiels. Und über alle vier Perioden hinweg war die ISM im Vergleich der drei Hochschulen die erfolgreichste. Der Part des Cups der uns am besten gefallen hat war zugleich auch der, der die größte Herausforderung darstellte. Um eine Strategie festzulegen und die Bereitstellung des Budgets zu sichern, mussten wir in jeder Runde Marktprognosen erstellen. Alles in allem sind wir froh über die wertvollen Erfahrungen bezüglich der komplexen Geschäftsführung eines Unternehmens und den Herausforderungen der Teamarbeit.

Autorinnen: Nathalie Frede und Pia Wenderott