Mehr Sicherheit im Alltag: ISMler geht mit selbstreinigenden Masken an den Start

Bevor es vor die Tür geht, nochmal kurz die Tasche prüfen: „Habe ich auch Masken und Desinfektionsmittel dabei?“ Seit der Corona-Krise spielen Hygiene und Schutz in unserem Alltag eine viel größere Rolle. Der enorme Verbrauch an Einwegmasken und -handschuhen geht allerdings auf Kosten der Umwelt und der falsche Gebrauch kann dem Träger schaden. Vor allem der zweite Punkt hat auch ISM-Student Paul Oetken beschäftigt. Zusammen mit seinem Vater und Bruder hat er PERMANO Microprotect gegründet. Im Interview mit uns hat Paul über das Start-up für selbstreinigende Masken und Handschuhe gesprochen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee entstand im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Oft fragt man sich: „Wer hat wohl diesen Griff vor mir angefasst? Will ich den jetzt auch anfassen?“ Normale Handschuhe sind nicht die perfekte Lösung gegen Schmierinfektionen. Mikroben können daran mehrere Tage haften bleiben und wenn man nicht richtig damit umgeht, werden die Keime auf die Hände übertragen.

Auch Masken können eine hygienische Katastrophe sein. Oft werden Einwegmasken zu Zwei- oder Dreiwegmasken. Sie sind so ein Brutzentrum für diverse Keime.

Selbstreinigender Stoff: Wie geht das?

Unser Stoff besteht aus zwei zertifizierten Komponenten: Polygiene® ViralOff und Trevira® Bioactive. Beide wurden in Deutschland entwickelt und auf ihre Wirksamkeit geprüft. Diese basiert auf der Silberionen-Technologie. Die Silberionen, die in den Stoff eingewebt und als Finish aufgebracht sind, neutralisieren Keime – schnell und ohne Nebenwirkungen.

Inwiefern hat das Studium an der ISM bei der Start-up-Gründung geholfen?

Das Entrepreneurship Institute @ ISM unterstützt uns Studierende, wo es nur kann. Aber auch im Rahmen des Mentoring-Programms und beim Gründerwettbewerb hat man die Chance andere Unternehmer kennenzulernen und sich auszutauschen.

Welche weiteren Schritte plant ihr für PERMANO?

Wir versuchen den Vertrieb auszubauen. Je nach Erfolg des Projekts wollen wir vor allem mehr Masken-Varianten anbieten, aber auch wasserfeste Handschuhe entwickeln.

Was macht die Arbeit im Familienunternehmen besonders?

Das gemeinsame Projekt hat uns näher zusammenrückt und wir verbringen so viel Zeit miteinander wie nie zuvor. Als Familie können wir absolut ehrlich und offen zusammenarbeiten, mögliche Barrieren oder die Angst vor Konsequenzen fallen automatisch weg. Man muss nur ein bisschen aufpassen, dass man die Dinge nicht zu sehr auf die leichte Schulter nimmt, weil die Erwartungshaltung nicht so groß ist.

Du studierst Marketing & Communications dual. Warum hast du dich dafür entschieden?

Ich wollte von Anfang an Praxiserfahrung sammeln. Mir war es wichtig, theoretisches Wissen direkt anwenden zu können. Das große Ganze im eigenen Unternehmen und die Unternehmenswelt kann man so gleich viel besser verstehen, zum Beispiel: „Warum gibt es überhaupt diese und jene Abteilungen?“ und „Was macht ein Industrieunternehmen in seiner Struktur aus?“

Du interessierst dich auch für das Thema Unternehmensgründung? Dann schau dir unseren Master-Studiengang Entrepreneurship an.

Interview: Kristiina Knöper