Nachhaltige und faire Mode für alle: ISMlerin gründet Start-up DODO Scholz

Mit Solarenergie und den besten Wasserfiltersystemen hergestellt, aus 100% biologisch abbaubarem Lyocell, existenzsichernde Löhne für die Produktionsmitarbeiter*innen und ein Unisex-Design in 11 Größen und Farben. Die DODO-Anzüge von Victoria Scholz sind ein klares Statement für Nachhaltigkeit, faire Produktionsbedingungen und Vielfalt. Im Interview haben wir mit der ISMlerin über ihr Start-up DODO SCHOLZ und ihren Traum, die Welt mit Mode grüner und sozialer zu machen, gesprochen.

Wie kam es zur Gründung von DODO SCHOLZ?

Ich arbeite seit sechs Jahren in der Modeindustrie und bin dabei auf einige Probleme aufmerksam geworden. Von Verschmutzungen des Bodens, Wassers und der Luft bis zu den unmenschlichen Arbeitsbedingungen von Näher*innen und Models. Meine Marke ist eine direkte Antwort auf all die Dinge, die ich erlebt habe.

Victoria Scholz
Victoria Scholz

Warum liegt dir auch das Thema Diversität so sehr am Herzen?

Unsere Gesellschaft hat sich verändert: Die Netzwerke schaffen globale Kommunikation und Inspiration, die Hierarchien flachen ab, die Geschlechterrollen verschwimmen. Das zeigt sich auch in der Mode. Ich weiß, dass wir uns durch Kleidung ausdrücken und finde, jeder verdient die Freiheit sich so zu kleiden, wie er sich am wohlsten fühlt.

Momentan läuft eine Crowdfunding-Kampagne, bei der man in das Start-up investieren und Stücke vorbestellen kann. Welche Schritte stehen danach an?

Der erste Schritt ist die Produktion des DODO SUITS mit einem Hoodie und einer Bundfaltenhose. Die Geldsumme, die mir zur Verfügung steht, bestimmt die Anzahl der Farben, die ich umsetzen kann. Der Anzug soll über kleine Pop-up-Stores in Kaufhäusern und online verkauft werden. Meine nächsten Ziele sind dann der erste Flagship-Store und zwei Kollektionen pro Jahr mit neuen Teilen wie Blazern, Bomberjacken und Accessoires. Alles immer in 11 Farben und Größen. 

Du studierst Global Brand & Fashion Management an der ISM Frankfurt. Inwiefern hat dir das Studium bei der Start-up-Gründung geholfen?

Das Studium hat mich neben meiner Erfahrung in der Modeindustrie dazu inspiriert, meine eigene Marke aufzubauen. Die verschiedenen Fächer haben mich auf fast jeden Aspekt der Unternehmensgründung vorbereitet. Ich konnte gar nicht anders, als mir immer Gedanken darüber zu machen, wie ich das Gelernte für meine eigene Marke umsetzen oder abändern kann. Die Lehrveranstaltungen sind eine große Quelle des Wissens und der Inspiration. 

Du interessierst dich auch für Mode und Management? Dann erfahre mehr zu unseren Studiengängen B.A. Global Brand & Fashion Management und M.A. Luxury, Fashion & Sales Management.

Interview: Kristiina Knöper