Meine App-Tipps fürs papierlose Studium

Früher im Internat musste ich für jedes Fach einen eigenen A4-Ordner einrichten, der dann irgendwann kaum noch zu ging. Die Ordner waren natürlich auch dementsprechend schwer und auf der Suche nach dem richtigen Papier musste man stundenlang blättern. Deshalb habe ich mich gefragt, ob im Studium nicht einfach alles digital geht, ohne unnötiges Papier. Und, ja, es geht. Das Tablet mit seinen Multimedia-Fähigkeiten ist zu meinem Mobilbüro geworden, mit zahlreichen Apps und unzähligen Funktionen. Es bietet den perfekten Mix aus Mobilität, Komfort und ist ausdauernder als jedes Notebook. Dieses leichte Gerät ersetzt für mich den schweren und unhandlichen Computer und es gestattet mir Lernmaterialien, Notizen, Dokumente immer und ständig griffbereit zu haben. Also eine Allzweckmaschine für das tägliche, erfolgreiche Lernen.

Du spielst auch mit dem Gedanken an ein papierloses Studium?! Im Folgenden gebe ich dir Tipps aus meiner Erfahrung und Beispiele für verschiedene Softwares, die ich getestet und später auch selber verwendet habe:

Was kann ein Tablet im Studium?!

Obwohl das Tablet den Computer nicht vollständig ersetzen kann, reicht es aus, um den Hochschulalltag effektiv zu gestalten. Denn im Vergleich zu einem Computer kannst du auf dem Tablet Notizen mit dem elektronischen Stift direkt verarbeiten und einfach Tabellen zu den Notizen hinzufügen.

Die ISM-Lehrmaterialien werden von den Professor*innen erstellt und elektronisch in das ISM-Net hochgeladen. Dort stehen sie dann zum Download zur Verfügung. Ein Tablet kann eine Vielzahl von digitalen Formaten verarbeiten, so entfällt das Transportieren von papiergebundenen Lernmaterialien. Wenn du aus dem ISM-Net Dateien heruntergeladen hast, denke daran, dass du diese in deiner eigenen Cloud sicherst. Oder nutze andere Datenträger, um den Verlust elektronischer Dateien zu verhindern.

Todoist

Todoist ist einfach, übersichtlich und schnell zu bedienen. Wie der Name schon andeutet, kann man die App sehr praktisch als elektronische Aufgabenliste (To-Do-List) verwenden. Ich nutze sie zur Optimierung meiner täglichen Termine und Aufgaben. Du kannst je nach Bedarf verschiedene Kategorien (zum Beispiel Vorlesungen, Fächer, Privat etc.) hinzufügen. Man kann auch die Deadline-Daten, die Gewichtung der Dringlichkeit und die zugehörigen Unteraufgaben ergänzen.

GoodNotes (kostenpflichtig)

GoodNotes ist eine Software, die viele fürs papierlose Lernen verwenden, da sie einfach zu bedienen und leistungsstark ist. Man kann Ordner zur Klassifizierung hinzufügen, bevorzugte Layouts auswählen, PDF-Dateien importieren, Bilder einfügen und den Bildschirm splitten. So kannst du dir zum Beispiel das Lehrmaterial und deine eigenen Notizen gleichzeitig anschauen.

Notability (kostenpflichtig)

Die Funktionen von Notability und GoodNotes sind ähnlich, es gibt bei Notability jedoch zusätzlich eine Audioaufnahmefunktion. Hier kannst du also nach deinen eigenen Vorlieben zwischen die beiden Softwares wählen.

XMind

Es ist eine gute Angewohnheit, Wissenspunkte in Mindmaps zu ordnen. Beim Aussortieren der Gliederung musste ich oft alles auf einem zweiten Papier neu anordnen. Deshalb empfehle ich XMind einzusetzen. Es hat eine Fülle von Markierungen, die einfach und leicht einzustellen sind. Import und Export von Markierungen sind auch möglich.

Autorin: Tongxu Wang