Weiterbildung Digitale Transformation

Schnelleinstieg digitale Transformation mit dem ISM-Zertifikat

Was haben ein Blumenladen, ein Finanzdienstleister und ein Tech-Konzern gemeinsam? Sie alle stehen vor der Herausforderung die digitale Transformation zu managen. Ärmel hochkrempeln und loslegen, sagt Prof. Dr. Ulrich Lichtenthaler dazu. Als Management-Berater hat er über 20 Projekte zu digitaler Transformation, künstlicher Intelligenz und Innovation abgeschlossen. An der ISM bietet er mit dem Hochschulzertifikat Digitale Transformation ein praxisnahes Angebot für Fach- und Führungskräfte an. Was den Teilnehmenden unter den Nägeln brennt und warum man sich auf die Chancen konzentrieren sollte, haben wir im Interview geklärt.

 

Wie ist Ihr Gesamteindruck: Welche Vorerfahrung bringen die Teilnehmenden zum Thema digitale Transformation mit?

Die meisten Teilnehmenden sind bereits für die große Relevanz des Themas sensibilisiert. Das gilt mittlerweile auch für eine Vielzahl von Unternehmen in allen Branchen. Der Schwerpunkt liegt momentan eher auf der richtigen Auswahl konkreter Projekte sowie deren möglichst erfolgreicher Umsetzung. Trotz unterschiedlichen Vorwissens der Teilnehmenden ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie sehr sich die Herausforderungen im Management der digitalen Transformation zumindest teilweise ähneln. Wir haben schon ähnliche Herausforderungen in ganz unterschiedlichen Firmen identifiziert, die von einem Blumenladen über ein Maschinenbauunternehmen und einen Finanzdienstleister bis zu einem globalen Tech-Konzern reichen. Wenn man zum Kern der jeweiligen Herausforderung vordringt, kann man oft große Ähnlichkeiten feststellen, z.B. bei der Bedeutung des Geschäftsmodells, der dominanten Management-Logik oder auch den Auswirkungen auf die Aufgabenbereiche einzelner Personen.

Professor Ulrich Lichtenthaler
Prof. Dr. Ulrich Lichtenthaler

Welche Themen interessieren die Teilnehmenden am meisten?

Ich lege stets besonderen Wert darauf, dass die digitale Transformation für die meisten Firmen nicht nur große Herausforderungen und Risiken darstellt, sondern ebenso große Chancen und Möglichkeiten für Innovation und Wachstum bietet. Verbunden mit der Erkenntnis, dass digitale Technologien zwar die Grundlage für den Transformationsprozess bilden, wichtige Auswirkungen aber gerade nicht technischer Natur sind, eröffnet dies häufig neue Perspektiven auf das Thema. Wie sollte ich meine Lösungen künftig auf den Märkten positionieren? Wie sieht ein tragfähiges Geschäftsmodell für die Zukunft aus? Das sind beispielsweise entscheidende nicht-technische Fragen für viele Unternehmen. Ein systematisches Vorgehen sowie einige Beispiele und Best Practices helfen dabei, den Untertitel des Kurses ‚Chancen nutzen und Fehler vermeiden‘ erfolgreich zu adressieren.

 

Welchen praktischen Tipp geben Sie mit: Womit kann man starten auf strategischer aber auch auf praktischer Ebene?

In den meisten Unternehmen gilt es keine Zeit mehr zu verlieren. In einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld sollten die Initiativen zur digitalen Transformation und Nutzung künstlicher Intelligenz oft intensiviert, ausgebaut und beschleunigt werden. Es heißt also, Ärmel aufkrempeln und die Herausforderungen jetzt anzugehen. Aufgrund der neuen Chancen und der bisherigen Kompetenzen werden viele Unternehmen in der Lage sein, auch in einem digitalisierten Wettbewerb neue Kernkompetenzen durch ‚Integrierte Intelligenz‘ an der Schnittstelle künstlicher Intelligenz und bisheriger menschlicher Expertise aufzubauen. Viele Firmen können also durchaus positiv, wenn auch nicht überheblich, die Transformation angehen. Im Kurs besprechen wir einen fünfstufigen Prozess, wie Firmen neue Initiativen systematisch identifizieren und konkrete Umsetzungsprojekte priorisieren können – oder bestehende Digitalisierungsprojekte überprüfen und bisher ungenutzte Potenziale erschließen können. Eine kleine ‚Hausaufgabe‘ mit konkreten Fragen bis zur nächsten Unterrichtseinheit soll dabei jeweils zum Nachdenken und zur Anwendung auf das eigene Unternehmen anregen.

Design Thinking
Problemraum und Lösungsraum im Design Thinking

Wie kann man sich das individuelle Coaching im Rahmen des Zertifikats vorstellen?

Neben Unternehmensbeispielen und Arbeit in Kleingruppen umfasst der Kurs auch zahlreiche Diskussionen anhand der eigenen Erfahrungen und aktuellen Situation der Teilnehmenden. Über die Erweiterung des eigenen Netzwerks hinaus lernen sie also gerade auch voneinander. Zusätzlich hierzu biete ich den Teilnehmenden individuelles Feedback zu ihren Konzepten und Projekten zur digitalen Transformation ihrer Unternehmen an. Über die allgemeinen neuen Erkenntnisse hinaus kann ich auf Basis meiner Erfahrungen als Berater in über 20 solchen Projekten bei Großkonzernen und Mittelständlern oft einen zusätzlichen Impuls für die jeweilige Tätigkeit der Teilnehmenden liefern. Idealerweise gilt: nach dem Kurs ist vor der Umsetzung.

 

Mit den Hochschulzertifikaten eröffnet die ISM einen unkomplizierten und praktischen Einstieg in Themen, die unsere Arbeitswelt prägen. Die nächsten Termine stehen bereits fest.

  1. Juni 2021 Arbeits- und Gesundheitspsychologie
  2. September 2021 Digitale Transformation
  3. Septembern2021 Entrepreneurship
  4. Oktober 2021 Business Intelligence & Data Science