Der perfekte Zoom-Alltag

Das Online-Semester ist für viele Studierende und Hochschulehrer*innen eine neue Erfahrung. Plötzlich hat sich das ganze Hochschul-Leben geändert und läuft gar nicht so ab, wie man sich es vorgestellt hat. Wer sich ein wenig mit  seinen Kommiliton*innen austauscht, merkt schnell, dass sich der Alltag der meisten mittlerweile sehr ähnelt. Obwohl die Vorlesungen sich vom Stoff her nicht geändert haben, fällt es vielen schwer, fokussiert und motiviert zu bleiben. Ich persönlich habe gemerkt, dass dieser Mangel an Produktivität und Motivation nicht an den Vorlesungen selbst liegt, sondern eher daran, dass ich sie einfach anders angehe als die Veranstaltungen am Campus zuvor.

Es ist viel weniger Aufwand an den Online-Vorlesungen teilzunehmen, weil sich die Routine einmal um 180 Grad gedreht hat. Da kann das Leben im Online-Semester schon ziemlich eintönig wirken. Deshalb stelle ich euch in diesem Beitrag einige Methoden und Tipps vor, die den Zoom-Alltag wieder vielseitiger gestalten und euch dabei helfen, mit einem besseren Gefühl in den Tag zu gehen.

Fake it till you make it

Ich selbst finde, da hilft am besten die ,,fake it till you make it”-Mentalität. Denn je mehr du vorgibst alles im Griff zu haben und motiviert und fokussiert zu sein, desto mehr betten sich diese Eigenschaften tatsächlich in dein Leben ein. Also anstatt morgens zehn Minuten vor der Vorlesung aufzustehen und dann einfach den Laptop aufzuklappen, versuche dir genug Zeit am Morgen zu nehmen, in der du dich in Ruhe fertig machen, frühstücken und vorbereiten kannst. Räumlich kann man bei Online-Vorlesungen zwar nicht besonders viel vorbereiten, aber achte zum Beispiel darauf, dass dein Arbeitsplatz ordentlich ist und du immer einer Flasche Wasser neben dir stehen hast. Ein wenig Ordnung und etwas Organisation machen schon einen großen Unterschied aus, wenn man versucht, sich selbst zu auszutricksen, um motivierter und produktiver zu sein.

Social Media zum Vorteil nutzen

Wenn einem die ,,fake it till you make it”-Methode nicht zusagt, gibt es noch einen anderen Weg, sich schnell wieder aufzurappeln. Alle sagen einem immer, dass man während den Klausurvorbereitungen die Finger von sozialen Medien lassen soll. Aber sie sind so vielfältig und informationsreich, also warum sie nicht zum Vorteil nutzen? Möglicherweise hört sich das zuerst einmal schräg an, aber schau dir auf YouTube Videos von Leuten an, die in ähnlichen Situationen stecken und dich dann dabei mitnehmen, wie sie wieder daraus kommen. Interessanterweise verspürt man nach so einem Video selbst wieder die Motivation am Ball zu bleiben und etwas Produktives zu tun.

Checkliste

Zu guter Letzt hilft es immer, einen festen Plan an den Tag zu legen. Am besten in Form einer Checkliste. Wenn man sieht, was man an einem Tag alles erreicht hat, ist man automatisch motivierter für den nächsten. Auf der Checkliste müssen auch nicht nur Vorhaben fürs Studium stehen. Du kannst auch Erledigungen darauf schreiben, die du schnell hinter dich bringen kannst. Je mehr du abhaken kannst, desto besser fühlst du dich am Ende des Tages.

Autorin: Anastasia Straface